Am 7. März ist Weltgebetstag

Über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg engagieren sich Frauen beim Weltgebetstag dafür, dass sie überall auf der Welt in Frieden und Würde leben können. Die Gottesdienstordnung für den Weltgebetstag 2025 mit dem Titel „Wunderbar geschaffen!“ ist von den Frauen der Cookinseln vorgegeben. Christinnen in aller Welt gestalten am Freitag, dem 7. März, Gottesdienste nach ihren Vorgaben. Auch Männer sind natürlich herzlich eingeladen.

In Dortmund beteiligen sich beispielsweise seit vielen Jahren die evangelische Paul-Gerhardt-Gemeinde und die katholische Gemeinde St. Bonifatius am Weltgebetstag.

Bereits seit Anfang dieses Jahres haben die Frauen des ehrenamtlichen ökumenischen Teams mit der Planung zu tun. Der Gottesdienst findet jährlich abwechselnd in der evangelischen und der katholischen Kirche statt. Diesmal in der Paul-Gerhardt-Kirche – um 17 Uhr. Die 16 Dortmunderinnen unterschiedlichen Alters setzen sich mit der Kultur der Maori und den Cookinseln auseinander, mit ihrer (Kolonial-) Geschichte, ihren Problemen und mit der Schönheit der Inselkette im Südpazifik. Mit dabei sind die Mitglieder des „Abendkreises der Frauen“ der Paul-Gerhardt-Gemeinde – unter der Leitung von Ute Mußhoff und ebenso Frauen von St. Bonifatius – koordiniert von Christine Beine. Dazu kommen noch ehrenamtliche Musikerinnen, die nun schon lange Lieder von den Cookinseln einüben, die für unsere Ohren exotisch klingen.

Die Gottesdienste in aller Welt sollen mit Meeresrauschen beginnen. Die Begrüßung lautet „Kia orana“, was nicht nur „Hallo“ bedeutet, sondern auch „Ich wünsche dir, dass du lange und gut lebst, dass du leuchtest wie die Sonne und mit den Wellen tanzt“.

Der Weltgebetstag lenkt den Fokus der Aufmerksamkeit also in diesem Jahr auf das Südseeparadies, das Touristen so lieben, das aber auch teilweise buchstäblich vom Untergang bedroht ist. Außerdem werden die Inseln wegen ihrer Bodenschätze immer interessanter für die Industrie.

Die Annäherung an die Cookinseln erfolgt beim Weltgebetstag über den positiven Ansatz: Das Motto „Wunderbar geschaffen“ bezieht sich sowohl auf das Inselparadies als auch auf unsere Körper. So sind im Gottesdienstablauf u. a. kleine Körperwahrnehmungsübungen eingebaut.

Ute Mußhoff und Christine Beine, die in Dortmund schon seit vielen Jahren zusammenarbeiten, begeistern durch ihre eigene engagierte Beteiligung kontinuierlich viele evangelische und katholische Frauen für die Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen – und das gemeinsame Tun zum Weltgebetstag.

Bereits seit 1887 gibt es Gebetstage. Damals wurden sie von Frauenmissionswerken in den USA und Kanada initiiert. Der 1927 eingeführte Welt-Gebetstag wird in über 120 Ländern in ökumenischen Gottesdiensten begangen.

anhe