Unbequeme Wahrheit: Sexualisierte Gewalt in der evangelischen Kirche

„Über sexualisierte Gewalt in der Kirche reden – und lernen, es zu tun.“

Sexualisierte Gewalt in kirchlichen Kontexten ist eine unbequeme Wahrheit. Wegsehen, Sprachlosigkeit oder Hilflosigkeit helfen da nicht weiter. Eine Veranstaltung im Reinoldinum am Montag, 26. Januar, 17 Uhr, will Mut machen, genauer hinzusehen, zuzuhören und Verantwortung zu übernehmen.

Ziel des Abends ist es, Grundlagenwissen zu vermitteln, Handlungssicherheit zu stärken und Wege aufzuzeigen, wie Gespräche über sexualisierte Gewalt geführt werden können – sensibel, informiert und respektvoll.

Die Veranstaltung versteht sich als Anstoß zu einem notwendigen Kulturwandel. Eingeladen sind ausdrücklich Interessierte aus kirchlichen und nicht-kirchlichen Kontexten.

Den Auftakt bildet ein Referat von Christoph Fleischmann, Journalist und Theologe, Redakteur der Zeitschrift Publik-Forum. Er beschäftigt sich seit vielen Jahren kritisch mit dem Thema sexualisierte Gewalt in der Kirche.

Anschließend folgen zwei Workshop-Phasen, in denen sich in unterschiedlichen Formaten vertieft mit theologischen, persönlichen und praktischen Fragen auseinandergesetzt wird.

Workshops

  • „Vergib uns unsere Schuld“ – Was sexualisierte Gewalt mit Theologie zu tun hat
    Diana Klöpper, Gemeindepfarrerin, Bochum
    Wie wirken theologische Deutungen auf den Umgang mit Schuld, Macht und Gewalt? Wo müssen Denk- und Sprachmuster hinterfragt werden?
  • Ins Gespräch kommen – mit Matthias Schwarz
    Pfarrer i.R., Betroffener sexualisierter Gewalt, Mitglied im Beteiligungsforum „Irgendwo in der Kirche ist mein Platz. Hinten in der letzten Reihe.“
    Was brauchen Betroffene, um sich in Kirche sicher und wohlzufühlen?
    Wie können Gemeinden und kirchliche Angebote zu Schutz- und Möglichkeitsräumen werden – für Menschen in der letzten wie in der ersten Reihe?
  • Schutzkonzepte helfen vor Ort!
    Daniela Abels-Ehrenfried, Präventionsfachstelle der Evangelischen Kirche Dortmund
    Konkrete Einblicke in wirksame Schutzkonzepte für Gemeinden und Einrichtungen.
  • Kommunikationstechniken lernen: Wie reagiere ich, wenn mir erstmals etwas anvertraut wird?
    Beratungsstelle der Evangelischen Kirche Dortmund
    Praktisches Handwerkszeug für sensible und verantwortungsvolle Gespräche.

Begleitend zur Veranstaltung wird eine Ausstellung mit Best-Practice-Beispielen aus Kirchengemeinden und Einrichtungen gezeigt.


Unbequeme Wahrheit: Sexualisierte Gewalt in der evangelischen Kirche

„Über sexualisierte Gewalt in der Kirche reden – und lernen, es zu tun.“

  • Montag, 26. Januar 2026,
    17:00 – 20:45 Uhr

    Reinoldinum,
    2. OG, Großer Saal,
    Schwanenwall 34,
    44135 Dortmund

  • Moderation: Claudia Schirmer und Bertram Althausen
  • Ein Awareness-Team ist vor Ort und sorgt für einen geschützten Rahmen ohne diskriminierendes oder grenzüberschreitendes Verhalten.
  • Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei.
    Die Kosten werden von der Evangelischen Kirche in Dortmund und Lünen übernommen.
  • Für Essen und Getränke zwischen den Workshops ist gesorgt.

Anmeldung

Eine verbindliche Anmeldung bis zum 18. Januar geht an das Ev. Bildungswerk unter:

Quelle: Sandra Hirschke / fundus-medien.de