Ökumenisches Lernen, kultureller Austausch und gemeinsames Arbeiten an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen waren Thema einer Begegnung junger Menschen in Sambia
Junge Erwachsene aus Namibia, Sambia und Deutschland haben sich im Rahmen der trilateralen Partnerschaft des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund zu einer internationalen Begegnung in Sambia getroffen. Die Reise führte von Lusaka über Choma bis nach Livingstone und verband ökumenisches Lernen, kulturellen Austausch und gemeinsames Arbeiten an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (SDGs).
Beispiele nachhaltiger Entwicklung in Sambia
Im ChoDort Training Centre und beim Housing-Projekt der United Church of Zambia erlebten die Teilnehmenden eindrucksvoll, wie mit vergleichsweise geringen finanziellen Mitteln nachhaltige Entwicklung gelingen kann. Die neu errichteten Häuser schaffen langfristige Einnahmen, die künftig den Betrieb des Ausbildungszentrums sichern und jungen Menschen berufliche Perspektiven eröffnen.
Ideen für die Partnerschaft von morgen
Im Future Lab 2035 entwickelten die Jugendlichen konkrete Projektideen für die Zukunft ihrer Partnerschaft: Aufforstungsprogramme (Green Generation), Umweltbildung, Climate Ambassadors, nachhaltige Landwirtschaft, klimafreundliches Kochen sowie Recycling- und Clean-up-Aktionen. Aus Begegnungen wurden konkrete Vorhaben.
Schöpfung bewahren und Verantwortung übernehmen
Ein emotionaler Höhepunkt war der Besuch der Victoriafälle und des Mosi-oa-Tunya-Nationalparks. Die Begegnung mit Elefanten, Giraffen, Nashörnern, Flusspferden, Krokodilen, Zebras und vielen anderen Wildtieren machte die Schönheit und Schutzbedürftigkeit der Schöpfung unmittelbar erfahrbar. Viele Teilnehmende beschrieben diese Erfahrungen als Motivation, sich künftig noch stärker für Klima- und Naturschutz einzusetzen.
Im Dialog trotz unterschiedlicher Perspektiven
Die Partnerschaft lebt davon, Unterschiede nicht auszublenden. Fragen zu Homosexualität, gesellschaftlichen Werten oder Naturschutz wurden offen und respektvoll diskutiert. Die Begegnung zeigte: Partnerschaft bedeutet nicht, in allen Fragen einer Meinung zu sein, sondern gemeinsam unterwegs zu bleiben.
Kirchentag 2027 wird der Abschluss der Begegnungsreihe
Mit dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2027 in Düsseldorf findet die trilaterale Begegnungsreihe ihren Abschluss. Dann haben alle Teilnehmenden Namibia, Sambia und Deutschland besucht und die Lebenswirklichkeit aller drei Partnerländer kennengelernt. Dieses gegenseitige Verstehen bildet die Grundlage für langfristige Freundschaften und gemeinsame Projekte. Der Evangelische Kirchenkreis Dortmund sieht darin eine zukunftsweisende Form internationaler ökumenischer Partnerschaft.
Bild: Dirk Loose
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