BEIM NAMEN NENNEN
72.000 Opfer an den Grenzen Europas
(Gedenk-)Aktionen zum Weltflüchtlingstag 2026 vom 9. bis 26. Juni – mitten in Dortmund
24 Stunden Namen lesen
5 Tage Namen schreiben
Mahnmal der Menschenwürde
Mahnwache, Gottesdienst
Gespräche, Filme, Musik, Diaspora Disco – ein Benefizabend im domicil und mehr
Der Weltflüchtlingstag am 20. Juni erinnert an die Stärke, den Mut und die Widerstandsfähigkeit, die die Menschen auf der Flucht täglich aufbringen müssen. Und an ihre universellen, unteilbaren und unveräußerlichen Menschenrechte.
Wir erinnern gleichzeitig an die Tausenden Menschen, die Jahr für Jahr allein auf der Flucht nach Europa sterben. Sie verlieren ihr Leben im Meer, in Lastwagen, verenden in Wäldern an den europäischen Außengrenzen: Männer, Frauen, Jugendliche, Kinder, auch Babys. Das gemeinsame europäische Asylsystem, das Mitte Juni 2026 mit neuen Verschärfungen in Kraft tritt, verstärkt diese Entwicklung. Schon jetzt werden die Fluchtwege immer lebensgefährlicher. Das verstößt gegen die Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 und gegen die Menschenrechte, die jeder Person zustehen.
Mit einem Mahnmal der Menschenwürde und verschiedenen Aktionen gedenken wir all derer, die an unseren Grenzen oft namenlos gestorben sind und nie beerdigt wurden.
Wir setzen uns für die Menschenrechte aller ein und fordern die europäischen Staaten auf, sich an die Grundrechte zu halten und das individuelle Recht auf Asyl nicht außer Kraft zu setzen.
Wir informieren über die derzeitige Gesetzeslage und die damit einhergehenden Veränderungen, machen erfahrbar, was es bedeutet, fremd zu sein, erzählen Geschichten vom Ankommen und eröffnen Räume für Begegnung, Austausch und Diskussionen.
Du hast Zeit und Lust, die Aktion zu UNTERSTÜTZEN und MITZUMACHEN?
Es gibt viele Möglichkeiten bei der Vorbereitung, beim Aufbau und der Begleitung des Mahnmals, beim Schreiben der Namen etc. Wir freuen uns über alle Engagierten – egal ob mit viel oder wenig Zeit. Melde Dich bei Susanne Karmeier für weitere Informationen und passende Zeiten unter karmeier@sanktreinoldi.de.
Wir sind Teil des Aktionsbündnisses „Beim Namen nennen“, das in mehr als 17 Städten in Deutschland und der Schweiz aktiv ist. In Dortmund gehören Flüchtlingsinitiativen in der Stadt und der Diakonie sowie zivilgesellschaftlich und kirchlich engagierte Gruppen, Vereine und Institutionen und Privatpersonen dazu.
Kontakt
Susanne Karmeier,
Pfarrerin an der Ev. Stadtkirche St. Reinoldi.
E-Mail: karmeier@sanktreinoldi.de
Telefon: 0231 9125337.