Auch Presbyterien und Gemeindeleben prägen den Alltag der Kinder
Das Referat für Kindertageseinrichtungen des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund hatte eingeladen – und viele sind gekommen. Im Reinoldinum trafen Vertreter der Presbyterien auf Einrichtungsleitungen, Ansprechpartner aus dem Referat und die Vorsitzende des Kita-Ausschusses. Rosel Meis, selbst auch Presbyterin in St. Reinoldi, warb bei den Gästen für eine mögliche Mitarbeit im Ausschuss. Denn die Präsenz der Presbyterien in den Kitas sei enorm wichtig. Und manchmal, so Christoph Müller, der Leiter des Referats Kindertageseinrichtungen, seien die Presbyter und Presbyterinnen auch „Vermittler zwischen Eltern und dem pädagogischen Team“.
Das evangelische Profil schärfen
Die Evangelischen Kitas sind oftmals für die Kinder und auch deren Eltern der erste intensive Kontakt zur Kirchengemeinde. Die Jungen und Mädchen, Mütter und Väter gestalten in der Regel sehr gerne Gemeindefeste mit. Dafür müsse die Gemeinde aber auch zeigen, was dort passiert. Sinnvoll sei es beispielsweise, so Christoph Müller und Rosel Meis, wenn die Presbyterien die Kitaleiterinnen und -leiter ab und zu in ihre Sitzungen einladen, damit alle sowohl über das Gemeinde- als auch das Kita-Geschehen informiert und auf dem Laufenden sind.
Das Zeichen: „Kirche ist DA!“ So solle auch das evangelische Profil der Kitas geschärft werden.
Dazu passt auch das neue Leitbild, das im Format eines Pixi-Buches frisch gedruckt verteilt wurde. Mit anrührenden und fröhlichen Bildern, die Klein und Groß zum Blättern animieren. Es geht um Geborgenheit und Gottes Liebe und darum, dass dies die Basis allen Handelns sei. Es geht um die Familien, die im Mittelpunkt stehen, um die Schöpfung, die bewahrt werden sollte, um Vielfalt, um Bildung und vieles mehr. Eine Überschrift lautet: „Hand in Hand durch unseren Sozialraum. Kitas als starke kirchliche Orte der Gemeinden“. Betont wird die Verwurzelung vor Ort. „Verbunden mit den Kirchengemeinden und dem Kirchenkreis schaffen wir Räume, in denen Generationen voneinander lernen.“
Glaubhaft stark für Kinder
Christoph Müller betont die Bedeutung von Geborgenheit. „Wir haben Zeit für die Kinder“, sagt er. „Wir fördern und unterstützen ihre Entwicklung. Sie kommen nicht als unbeschriebene Blätter zu uns. Sie alle haben ihre Vorgeschichte. Wir haben ein tolles Bild von Kindern und begegnen ihnen positiv. Wir sind glaubhaft stark für Kinder. Und genau das ist ja auch der Slogan unserer neuen Imagekampagne.“ Zur Kampagne gehören neben den Büchlein und der neuen Broschüre auch ein Film, den die Anwesenden mit begeistertem Applaus bedachten.
Zahlen und Fakten
Neben Inhalten und Grundsätzen der Kinderbildung und –erziehung, ging es auch um Finanzen und weitere Zahlen. So sind kürzlich 40 Azubis in den evangelischen Kitas in Dortmund, Lünen und Selm gestartet. Viel Geld sei in neue Küchen und Waschräume investiert worden, ebenso in Klemmschutzvorrichtungen für Kinderhände und -finger sowie in Fortbildungen und einiges mehr. Insgesamt müssen perspektivisch Kita-Plätze abgebaut werden, da weniger Jungen und Mädchen im Kitaalter zu erwarten sind.
Das Referat für Kindertageseinrichtungen informierte die Gemeindevertreter des Weiteren über rechtliche Neuerungen im Kindertagesbildungsgesetz (KiBiz) und die (neue) Geschäftsordnung für den Rat der Kindertageseinrichtungen.
Zum Ausklang haben alle Anwesenden bei kleinen Snacks angeregte Gespräche miteinander geführt.
Angelika Herstell
Bild: Angelika Herstell
Bild: Angelika Herstell
Bild: Angelika Herstell