„Das Problem mit Stereotypen ist nicht, dass sie falsch sind, das Problem mit Stereotypen ist, dass sie unvollständig sind“, schreibt die nigerianische Schriftstellerin Chimamanda Adichie in ihrem Essay „The danger of a single story“. Welche Stereotype tauchen in unseren Köpfen auf, wenn wir an Afrika denken?
Unterentwicklung, Armut, Korruption? Oder Innovation, Kreativität und Start Ups? Welche Stereotype haben wir in Kirche und kirchlicher Partnerschaftsarbeit und wie gelingt uns eine Korrektur dieser Bilder? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die ökumenischen Partnerschaften im Kirchenkreis Dortmund seit vielen Jahren.
Auf Initiative des Bolengekreises, der die Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Bolenge in der Äquator-Region der Demokratischen Republik Kongo begleitet, gibt es den Lesekreis. Gemeinsam wird der Roman „Die Hälfte der Sonne“ von Chimamanda Ngozi Adichie gelesen und besprochen werden.
Die Autorin hat auch einige sehr spannende Ted-Talks gehalten – ihre Rede zu „We should all be feminists“ (www.ted.com/talks/chimamanda_ngozi_adichie_we_should_all_be_feminists), in der sie sich mit dem Blick auf die „Anderen“ und den Folgen kolonialisierter Kinderbücher auf ihre eigene Biografie beschäftigt, ist mittlerweile ein fester Beitrag in ökumenischer Bildungsarbeit geworden.
Der Kreis freut sich, wenn zu diesem Lesekreis weitere Interessierte hinzukommen. Vorerfahrungen in Partnerschaftsarbeit oder Ökumene sind nicht erforderlich – ein Interesse am Lesen und Austauschen über Themen wie Entwicklungspolitik und Postwachsumsökonomie, Postkolonialismus und Transkulturalität wäre schön – oder einfach nur die Neugierde, was sich hinter diesen Begriffen verbirgt.
Für die Zukunft plant der Lesekreis sich regelmäßig abends an einem Ort im Kirchenkreis Dortmund treffen. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich dem Kreis anzuschließen. Zum ersten Treffen können alle Interessierten dazu kommen, auch wenn sie das Buch noch nicht gelesen haben.
Lesekreis zu Afrotopia
- Donnerstag, 10. September 2020, 20 Uhr
Taranta Babu,
Humboldtstraße 40
Wenn die Situation es dann zulässt, eine Bestätigung bzw. Verlegung des Ortes gibt es Anfang September, per E-Mail, an alle, die sich bis dahin „angemeldet“ haben.
Kontakt: carolin.daubertshaeuser@ekkdo.de