Bilder und Skulpturen sind bis 7. Juni in der Melanchthon-Kirche zu sehen
Offene Hände und Träume der Kinder, die Dunkelheit durchbrechendes Licht und viele, viele Herzen: das sind wichtige, doch nur einige Motive der Ausstellung in der Melanchthon-Kirche, die noch bis zum 7. Juni zu sehen ist. Eröffnet wurde sie am 23. April mit einem Gottesdienst.
„Gemeinsam sind wir weniger allein“ sind Titel und Thema. Ursula Fischer und Monika Dürger haben die künstlerische Auseinandersetzung damit angeregt. Oft sei ein alles beherrschendes Gefühl das der Angst, erläutert Fischer. „Was ist dagegen zu tun? Gemeinschaft suchen und finden.“
Die Kirche gefüllt mit Bildern, Plastiken, Fotos und Skulpturen haben knapp zwei Handvoll Gruppen, Personen und Einrichtungen. Für das ObdachlosenKaffee St. Reinoldi hat der Dortmunder Künstler Walter Liggesmeyer Bilder gemalt, Skulpturen von Sabine Straube sind zu sehen und die Konfis der Gemeinde zeigen Fotos als Lichtmalereien.
Mit dabei ist auch die Malgruppe des Bodelschwingh-Hauses vom Diakonischen Werk, Bethel regional mit seinem Haus Von-der-Tann-Straße, das Kinder- und Jugendhaus Melanchthon und die beiden Kindergärten Arche und Melanchthon.
Gerade die haben ihre eigene Interpretation des Themas „allein sein“. Jona, fünf Jahre alt, meint dazu: „Mit Mama und Papa fühle ich mich nicht allein. Aber wenn ich erwachsen bin, ziehe ich aus. Mit einem Mann mit braunen Haaren.“
Ganz anders die Erfahrung mancher älterer Menschen. Hilla Hörnschemeyer, die Leiterin des Bodelschwingh-Hauses, erzählt: „Wenn die Männer und Frauen, die bei uns leben, eines kennen, dann ist es die Einsamkeit.“ Deshalb sei in der Wohnungsloseneinrichtung die Idee zur Collage mit vielen Händen entstanden. „Wenn wir aufeinander zugehen, entsteht ein Wir“, so Hörnschemeyer.
Das Ensemble der Gesangsklasse Bettina Lecking und der Gittarist Ari Masto begleiteten den Eröffnungsgottesdienst musikalisch. Die Lieder des aus Syrien geflüchteten kurdischen Musikers erzählten vom Leben und der Verbundenheit mit den Menschen seines Heimatlandes.
Die Ausstellung in der Melanchthon-Kirche, Melanchthonstr. 6, ist montags, donnerstags und freitags von 9 bis 12 Uhr und mittwochs von 15 bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei. Zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm.