Bolenge hat starke Partner

Gute Nachrichten erreichten Ende des letzten Jahres den Partnerschaftskreis Bolenge. Er freut sich für das Ambulansboot in Bolenge über starke Partner. So hat der WWF Deutschland nach zweijähriger Pause seine Arbeit in der Äquatorregion wieder aufnehmen können.
Dabei ist das Ambulanzboot eines der erfolgreichsten Projekte, das der WWF unterstützt. Begeistert von dessen Arbeit zeigte sich der neue WWF-Verantwortliche Hans Groenendijk. „Ich habe Dr. Bosolo und das Team bereits mehrfach getroffen und bin sehr beeindruckt von ihrer Arbeit und habe ihnen auch schon gesagt, dass ich sie zusammen mit dem WWF so weit wie möglich unterstützen werde. Es tut gut, hier Menschen zu begegnen, die ihren Glauben durch Taten und Menschlichkeit zeigen und nicht nur durch Worte. Mit euch allen zusammen, die ihr dieses ausgezeichnete humanitäre Projektunterstützt, hoffe ich, dass wir gemeinsam diese Arbeit noch lange fortsetzen können.“
Als ein weiterer starker Partner hat sich das Medikamentenhilfswerk „medeor“ erwiesen. „medeor“ hatte 10.000 Euro zur Verfügung gestellt, für die Dr. Bosolo Medikamente für das Ambulanzboot bestellen kann. Inzwischen sind für 7.000 Euro Medikamente bei Dr. Bosolo angekommen, der Rest wird erst im laufenden Jahr gebraucht.
Auch die Vereinte Evangelische Mission in Wuppertal gehört den starken Partnern: So hat sie Dr. Bosolo im Herbst einen mehrwöchigen Aufenthalt in Ruanda finanziert, der der Erholung und dem Austausch mit Krankenhäusern in einem deutlich weiter entwickelten afrikanischen Land dienen sollte.
Ressourcen erkennen und nutzen – das ist die aktuelle Strategie in der Partnerkirche im Kongo: Wegkommen von der Abhängigkeit von Partnern von außen, selber stark werden. Jede Gemeinde soll eine eigene „Produktionseinheit“ haben – Palmöl, Gemüse, Kleintierzucht, Fischfang. So hat es Kirchenpräsident Bonanga auf der Synode seinen Gemeinden vorgeschrieben.
Das Ambulanzboot ist nach fast fünf Jahren im Wasser, nach vielen Stürmen und einigen Reparaturen wegen Karambolagen jetzt an vielen Stellen marode geworden. Eine neue Konstruktion wird daher erforderlich, denn etwa nur die tragenden Pirogen zu erneuern und das alte Häuschen wieder draufzusetzen, macht wenig Sinn. Ein entsprechender Projektantrag ist bereits von unserer Partnerkirche an die VEM gestellt. Gesamtkosten: 19.625 US-Dollar. Dank den großzügigen Spenden kann sich der Partnerschaftskreis mit der Hälfte der Kosten beteiligen.
Für dieses Jahr plant der Bolenge-Partnerschaftskreis eine Reise nach Bolenge. Vier jüngere sehr motivierte Mitglieder, alle frankophon, wollen die Partner besuchen und mit ihnen zusammen zukünftige Projekte beraten. Dorothea Philipps

  • www. ambulanzboot.de

Spenden
Ev. Kirchenkreis Dortmund
IBAN: DE33 4405 0199 0001 0611 00
BIC: DORTDE33XXX
Stichwort: Ambulanzboot oder Bolenge allgemein
Dr. Bosolo mit der Interimsgouverneurin beim Empfang des WWF.
Foto: privat