Der Glaube als Gewürz

19.10.2020

Erst langsam war ihr Entschluss gereift, Pfarrerin zu werden. Viele prägende Begegnungen mit Menschen und einflussreiche Ereignisse haben dann den Entschluss, ins Pfarramt zu gehen, reifen lassen. Das berichtet Pfarrerin Martina Lembke-Schönfeld über den eigenen Werdegang. Jetzt feierte die Theologin in ihrer Kirchengemeinde in Brambauer ihr 25-jähriges Ordinationsjubiläum.
Engagement und Einsatz gehörten im zurückliegenden Vierteljahrhundert zu Martina Lembke-Schönfelds Tugenden, sagte der stellvertretende Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Michael Stache in seiner Glückwunschrede. Für ihren Dienst in Kirche und Gemeinde wünschte er der Jubilarin auch für die Zukunft eine glückliche Hand und Gottes Segen.
Zahlreiche Menschen aus Brambauer waren zum Jubiläums-Gottesdienst in die Martin-Luther-Kirche gekommen. Dass Martina Lembke-Schönfeld als ein Eckpfeiler der evangelischen Kirchengemeinde Brambauer bezeichnet werden kann, bewiesen auch nach Gottesdienstende die zahlreichen Glückwünsche durch Abordnungen der kirchlichen Gremien.
Platziert auf einem roten Sessel nahm die Pfarrerin Ansprachen, Dank und lobende Worte entgegen. Schriftliche Glückwünsche sammelte eine Schatzkiste, die für die Jubilarin vorbereitet war. „Viele Gemeindevorsteher können dir heute aufgrund der Corona-Regelungen nicht persönlich gratulieren. Deshalb wurden Karten und Briefe geschrieben. Alles kommt gleich in die Schatzkiste und du kannst dann später in Ruhe die Briefe studieren“, so die Brambauer Pfarr-Kollegin Friederike Scholz-Druba.
Martina Lembke-Schönfeld beschrieb nach 25 Jahren im Pfarrdienst ihren geistlichen Leitgedanken. Dabei nahm sie das biblische Bild vom Senfkorn des Glaubens auf. „Aber erst viele Senfkörnern, nämlich die jeweiligen Menschen miteinander, lassen uns den gemeinsamen Glauben zu einem Gewürz entwickeln“, so die Theologin.
Michael Blandowski / UK-Do