Ein neues Gesangbuch entsteht

13.03.2026

Fachtag der Evangelischen Kirche von Westfalen und dem Rheinland

Mit dem Reformationsjubiläum 2017 nahm eine Idee Gestalt an, die tief im evangelischen Glauben verwurzelt ist: ein neues Gesangbuch. Denn Singen gehört wesentlich zum evangelischen Glauben. Im Singen eignen wir uns Inhalte an, bringen unsere Gedanken, Hoffnungen und Zweifel vor Gott – gemeinsam im Gottesdienst, bei kirchlichen Veranstaltungen und manchmal auch ganz für uns allein. Ein neues Gesangbuch muss dieser Vielfalt gerecht werden.

Das geplante Werk verfolgt einen neuen Ansatz dafür: Texte und Lieder sind bewusst miteinander verschränkt. So entstehen Zufallsfunde, die zum Entdecken einladen, mitreißen, berühren und Lust machen, weiterzublättern und Neues auszuprobieren. Das Gesangbuch soll Fundgrube sein – für Vertrautes ebenso wie für Unbekanntes – und Räume öffnen für persönliche Zugänge wie für gemeinschaftliche Erfahrungen.

Wo Neues entsteht, gibt es auch Stolpersteine. Genau diese gilt es wahrzunehmen: Was funktioniert gut? Was irritiert? Was fehlt? Und was sollte anders werden? Diesen Fragen widmete sich der gemeinsame Fachtag der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) und der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) Ende Februar in St. Marien Dortmund. Der Fachtag war Teil eines breiten Erprobungsprozesses.

Bis Ende März wird das neue Gesangbuch in unterschiedlichen Formaten getestet, diskutiert und weiterentwickelt – mit dem Ziel, ein Buch zu gestalten, das die Vielfalt evangelischen Singens heute aufnimmt und widerspiegelt.