Hilfe für über 700 Menschen im Ngiri-Reservat
Das Ambulanzboot war vom 26. Juni bis zum 11. Juli 2026 erneut im Ngiri-Reservat der Demokratischen Republik Kongo unterwegs. Das medizinische Team unter der Leitung von Dr. Yoursen Bosolo versorgte in sechs Gesundheitsstationen auf der Tour 709 Patient*innen. Neben der allgemeinen medizinischen Versorgung führte das Team auch 53 Operationen durch. Darunter viele Menschen, die sonst kaum Zugang zu medizinischer Hilfe haben.
Medizinische Versorgung und Gesundheitsaufklärung
Ein weiterer Schwerpunkt der Reise war die Information. Insgesamt 959 Menschen nahmen an Veranstaltungen zur Familienplanung teil. 343 Frauen und Familien entschieden sich anschließend für eine Methode der Familienplanung. Darüber hinaus wurden 68 HIV-Tests durchgeführt, von denen ein Test positiv ausfiel. Auch die augenärztliche Versorgung spielte eine wichtige Rolle: 136 Menschen erhielten eine augenmedizinische Untersuchung und Behandlung. Zusätzlich wurden Medikamente und Desinfektionsmittel an alle besuchten Gesundheitsstationen verteilt.
Die medizinischen Mitarbeitenden berichteten, dass der Andrang bei dieser Tour noch größer war als bei den vorherigen Einsätzen. Viele Menschen nutzten die Gelegenheit, sich behandeln zu lassen, da das Ambulanzboot für zahlreiche Menschen die einzige Möglichkeit ist, medizinische Versorgung in Anspruch zu nehmen. Gleichzeitig informierte das Team die Bevölkerung über Maßnahmen zur Vorbeugung von Ebola und Cholera. Anlass waren die Ebola-Ausbrüche im Osten des Landes. Der Umgang mit Buschfleisch sowie der Konsum von verunreinigtem Wasser stellen in der Region weiterhin erhebliche Gesundheitsrisiken dar.
Neue Motoren bewähren sich im Einsatz
Ein besonderer Grund zur Freude war der erste erfolgreiche Einsatz der beiden neuen Yamaha-Außenbordmotoren, die mit Unterstützung der Evangelischen Kirche in Dortmund angeschafft werden konnten. Die bisherigen Motoren waren über viele Jahre im Einsatz und mussten während der vergangenen Touren immer wieder repariert werden, was häufig zu Verzögerungen führte. Umso größer war die Erleichterung des Teams, dass die neuen Motoren während der gesamten 87. Tour zuverlässig funktionierten. Dadurch konnte sich das Team ganz auf seine medizinische Arbeit und die Versorgung der Menschen in den Flussregionen konzentrieren.
Bewegender Moment: Geburt von Zwillingen
Zu den bewegendsten Momenten der Reise gehörte die erfolgreiche Geburt von Zwillingen. Die beiden Neugeborenen erhielten die Namen Hannah und Annette – benannt nach zwei Mitgliedern des Partnerschaftskreises Dortmund–Bolenge. Diese Geste unterstreicht die enge und langjährige Verbundenheit zwischen den Menschen in Bolenge und Dortmund, die das Ambulanzboot-Projekt seit vielen Jahren partnerschaftlich tragen.
Dank für die Unterstützung aus Dortmund
Erfreulicherweise verlief die gesamte Tour ohne technische oder organisatorische Schwierigkeiten. Das Team bedankt sich herzlich bei der Evangelischen Kirche Dortmund, dem Partnerschaftsausschuss Dortmund–Bolenge sowie allen Spenderinnen und Spendern, deren Unterstützung diese lebensrettende Arbeit ermöglicht.
Spenden für das Ambulanzboot Bolenge
- Ev. Kirchenkreis Dortmund
IBAN: DE77 3506 0190 0099 9999 93
Stichwort: „Ambulanzboot“ - Onlinespende über die KD-Bank
Weitere Informationen
- www.ambulanzboot.de
- Instagram: @ambulanz_boot
Bild: Privat
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