Erinnerungen fürs Leben

20.03.2026

„Mein Weg, mein Buch“: Portfolio-Arbeit in der Kita

In den Kitas des Familienzentrums Dortmund-Brechten gibt es etwas Besonderes: das Portfolio, das „Ich-bin-Ich“-Buch der Kinder. Es ist eine individuelle Mappe, in der die Entwicklung eines jeden Kindes festgehalten wird. Die Fotos, Zeichnungen, kleinen Geschichten und Anmerkungen sind ein besonderer Schatz – für Kinder, Eltern und pädagogische Mitarbeitende.

Für die Eltern ist das Portfolio ein echtes „Fenster“ in den Kita-Alltag: Hier werden besondere Momente, Fortschritte und Interessen des Kindes festgehalten. Jedes Kind erhält sein eigenes Portfolio, das es gemeinsam mit den Mitarbeitenden, mit anderen Kindern oder allein gestalten kann. Die Dokumentation des Kindes zeigt, was es erlebt, entdeckt und gelernt hat – und hilft dabei, seine Entwicklungsschritte besser zu verstehen und gemeinsam zu begleiten. So entsteht eine schöne Verbindung zwischen dem, was in der Kita passiert, und dem, was zu Hause weiterlebt. Beim gemeinsamen Anschauen, Erzählen oder Mitgestalten erlebt das Kind: „Das bin ich – das habe ich gemacht – das kann ich!“

Ganz wichtig: Das Portfolio gehört dem Kind! In der Kita ist es selbstverständlich, dass niemand ungefragt ein Portfolio betrachten darf. Das Kind ist Gestalter*in und darf entscheiden, welche Inhalte bedeutsam sind und aufbewahrt werden sollen.

Diese Portfolio-Arbeit stärkt die Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein der Kinder. Sie passt gut zum kirchlichen Auftrag: Jedes Kind ist ein Geschenk Gottes, einzigartig, kostbar und wertvoll. Portfolio-Arbeit hilft dabei, diese Einzigartigkeit sichtbar zu machen und wertzuschätzen. Und was dabei entsteht, sind Erinnerungen fürs Leben.

Mit ihrem eigenen Einverständnis und dem ihrer Eltern haben sich einige Kita-Kinder aus Brechten bei ihrer Portfolio-Arbeit fotografieren lassen.