Über die Weihnachtszeit hatten sie ihre ökumenischen Online-Gottesdienste mit Unterstützung der Ruhr Nachrichten auf Sendung gebracht. Jetzt ist sicher, dass eine Gruppe von evangelischen Pfarrerinnen und katholischen Pfarrern ihr Angebot auf Dauer weiterplanen können. Der Zukunftsfonds KIEK macht das möglich. Der Kreissynodalvorstand des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund befand das Projekt für förderungswürdig und sagte eine Starthilfe aus dem Fonds für die ersten zwei Jahre zu.
Beginnen kann die Gruppe der Geistlichen um die Martener Pfarrerinnen Stefanie Elkmann und Kerstin Schiffner, die den Projektantrag beim Innovationsfonds gestellt hatten, in der nahenden Passionszeit. Mit einer kontinuierlichen Online-Präsenz zu jahreszeitlichen oder festlichen Anlässen wollen die Theolog*innen Verkündigung in zeitgemäßer, digitaler Form etablieren. Geplant sind ökumenische Wortgottesdienste mit einfacher Liturgie in einer Länge von maximal 30 Minuten. Sie sollen theologisch/exegetisch anspruchsvoll und technisch professionell produziert sein. Musikalisch begleitet werden sie von den jeweiligen Kirchenmusiker*innen vor Ort.
Als Technik-Partner steht die Crew von Sport-Live e. V. zur Verfügung. Sie hatte schon die ersten ökumenischen Gottesdienst, die Kerstin Schiffner und ihr katholischer Kollege Michael Ortwald in den Wochen des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 gehalten hatten, begleitet. Die dramaturgische Form der Gottesdienste soll im laufenden Prozess weiterentwickelt und professionalisiert werden. Für den Projektnamen ‚Gottesdienst unaufgeregt‘ hat sich das Team um Kerstin Schiffner und Stefanie Elkmann aus unterschiedlichen Gründen entschieden. Er beschreibt für sie Format, Beteiligung, Zielgruppe, Produktionsweise und nicht zuletzt die Art und Weise der Verkündigung, die den virtuellen Gottesdienst-Besucher*innen Hoffnung und Zuversicht in unüberschaubaren Zeiten vermitteln soll.
Mit der Anschubfinanzierung in Höhe von 20.000,- Euro kann das neue KIEK-Projekt zunächst für die kommenden zwei Jahre planen. Dann soll die digitale Gottesdienstform möglichst vielen Menschen bekannt und liebgeworden sein. Im März vergangenen Jahres feierten auf Anhieb mehr als 1000 Menschen in den eigenen Wohnzimmern virtuell mit.