Gottesdienste voraussichtlich wieder ab 10. Mai

29.04.2020

Die ersten Sonntagsgottesdienste nach der coronabedingten Pause finden in Dortmund, Lünen und Selm voraussichtlich am 10. Mai statt. Eine entsprechende Empfehlung an die Evangelischen Kirchengemeinden beschloss der Kreissynodalvorstand (KSV) auf seiner Sondersitzung am 23. April. Der Starttermin ist auch mit den katholischen Gemeinden der Stadt abgestimmt.
Voraussetzung für das Abhalten von Gottesdiensten ist in jedem Fall ein tragfähiges Schutzkonzept. Jede Kirchengemeinde muss dieses zuvor für jede Kirche einzeln entwickeln. Laut KSV-Beschluss muss jedes Konzept zunächst der zuständigen Superintendentin oder dem zuständigen Superintendenten zur Genehmigung vorgelegt werden. Wenn es genehmigt ist, muss die Gemeinde es konkret umsetzen und für jeden Gottesdienst eine verantwortliche Person benennen, bevor ein Gottesdienst stattfinden kann. Das Schutzkonzept muss spätestens zwei Werktage vor dem geplanten Gottesdienst in der Superintendentur vorliegen.
Grundlage für die Schutzmaßnahmen sind Eckpunkte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die mit dem Robert-Koch-Institut abgestimmt sind. Dazu gehören ein Mindestabstand von anderthalb bis zwei Meter zwischen zwei Personen und entsprechend markierte Plätze, Handdesinfektion, Mund-Nasen-Schutz, Verzicht auf Berührungen, Betreten und Verlassen der Kirche durch zweierlei Türen. Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, werden die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher in eine Liste eingetragen. Schwerfallen dürfte manchen der Verzicht auf das gemeinsame Singen, doch gerade da ist das Infektionsrisiko besonders hoch. Aus diesem Grund kommen derzeit im Gottesdienst auch keine Chöre und Posaunenchöre zum Einsatz. Auf das Abendmahl soll ebenfalls möglichst ganz verzichtet werden, ansonsten kommen Einzelkelche zur Anwendung.
Nicht in allen Kirchengemeinden werden jedoch schon im Mai wieder Gottesdienste stattfinden. Wann wieder in der eigenen Kirche zum Gottesdienst eingeladen wird, entscheidet ab dem 10. Mai jede Gemeinde in eigener Verantwortung. Im Vordergrund steht dabei stets der Schutz für Leben und Gesundheit aller Beteiligten. Viele Gemeinden werden auch weiterhin alternative Formen für Andacht und Gebet anbieten, etwa über Online-Portale, Telefon oder Kartengrüße.

Die Kirchengemeinden im Netz

  • Informationen und Links zu den Kirchengemeinden in Dortmund, Lünen und Selm