Open-Air-Orgelkonzerte am Phoenix-See – das waren Dortmunder Highlights beim ‚Orgeltag Westfalen 2018‘. In diesem Jahr fällt die Beteiligung am Orgeltag, auch bedingt durch die Unwägbarkeiten der Corona-Epidemie, weniger spektakulär aus.
Aber auch diesmal ist Dortmund neben den inzwischen wieder angelaufenen Sonntagsgottesdiensten in Präsenz mit mehreren Veranstaltungen vertreten. Viele Menschen in Gemeinden feiern die Musik mit einer Hommage an die ‚Königin der Instrumente‘.
In der Ev. Paul-Gerhardt-Kirche gibt es am 13. Juni um 10 Uhr einen musikalischen Gottesdienst zum westfälischen Orgeltag. Darin wird Musik von Orgel, Blockflöte und Violine zu hören sein.
Die Stadtkirche St. Reinoldi feiert um 11.30 Uhr einen Gottesdienst zum Westfälischen Orgeltag. Auf der im November 2020 eingeweihten neuen Chororgel erklingen dabei Werke von Bach und Bunk. Wegen des großen Zuspruchs findet in Reinoldi schon um 10 Uhr ein weiterer Gottesdienst statt. Reinoldi-Kantor Christian Drengk lädt zudem auf dem Youtube-Kanal der Stadtkirche ab 17 Uhr zur ‚Stunde der Kirchenmusik‘ ein. Nachgeholt wird, wenn auch nur online, das schon lange geplante Konzert: „Königin der Instrumente trifft Instrument der Könige“. Jörg Segtrop an der Trompete und Christian Drengk an der Orgel sind dabei auf dem Video-Kanal zu hören und zu sehen.
Einige hundert Meter von Reinoldi entfernt in der katholischen Propsteikirche erklingt um 14 Uhr die dortige Orgel und trägt ihren Teil zum Orgeltag Westfalen bei. Propsteikantor Simon Daubhäußer und Prof. Egbert Ballhorn von der TU Dortmund gestalten gemeinsam eine musikalische Andacht mit dem Titel "Komm heiliger Geist – Alles, was Atem hat."
Auch in der Evangelischen Kirche in Brackel wird im Lauf des Tages Orgelmusik zu hören sein – der genaue Termin wird kurzfristige festgelegt. Ein stadtteilübergreifendes Orgelevent ist hier nachträglich für den Herbst geplant.
In der Dreieinigkeitskirche in Wellinghofen gibt es am Orgeltag um 15 und um 17 Uhr Kurzkonzerte. Kirchenmusikdirektor Ingomar Kury spielt Orgelmusik von Bach aus dem "III. Theil der Clavierübung".
Einmal selber in die Tasten greifen darf man in der Immanuelkirche in Marten. Den ganzen Tag über von 10 bis 21 Uhr darf hier jede*r ausprobieren, wie das große Instrument auf eigenes Drücken der Tasten am Spieltisch reagiert. „Orgelspielen ist ganz einfach: man muss nur die rechte Taste zur rechten Zeit drücken, dann spielt das Instrument von ganz alleine“, soll Bach einmal gesagt haben. In Marten darf man unter der Obhut von Elias-Kirchenmusiker Oliver Fiedler testen, ob das stimmt.