„Ihr seid nicht allein“

07.03.2026

Dortmunder Gottesdienst für Menschen im Iran

Mit einem Gottesdienst in der Dortmunder St. Marienkirche haben Christinnen und Christen ihrer Solidarität mit den Menschen im Iran Ausdruck verliehen. Unter dem Titel „Ihr seid nicht allein“ wurde für diejenigen gebetet, die unter Unterdrückung leiden, um Angehörige bangen oder sich für Freiheit und Menschenrechte einsetzen. Während des Gottesdienstes wurden Fotos von getöteten Menschen gezeigt – darunter Kinder, junge Frauen, Familien und Sportler. Vor den Bildern brannte eine große Kerze als Zeichen des Gedenkens.

Der persischsprachige Seelsorger für Westfalen, Mehrdad Sepehri Fard, rief dazu auf, iranischen Glaubensschwestern und -brüdern eine Stimme zu geben. Viele von ihnen litten seit Jahrzehnten unter politischer Verfolgung, Drohungen, Verhaftungen, Folter und Mord. „Wir dürfen nicht schweigen und wegschauen, wenn Unrecht herrscht und Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt werden“, sagte Sepehri Fard. Kirche müsse laut sein, wenn es um Menschenrechte gehe.

Dortmunds Ständig Stellvertretender Superintendent, Pfarrer Michael Stache, betonte, dass im Gottesdienst besonders an die Menschen erinnert werde, die im Iran getötet wurden, weil sie für Freiheit und Würde auf die Straße gegangen seien. „Wir werden sie nicht vergessen und wir werden ihre Geschichten weitererzählen“, sagte er.

Zum Abschluss trug Stache die Kerze aus der Kirche hinaus in die Dortmunder Fußgängerzone. Dort sangen die Teilnehmenden gemeinsam ein iranisches Friedenslied – als öffentliches Zeichen der Hoffnung auf Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit.