Um die Corona-Pandemie weltweit zu bekämpfen, brauche es Zugang zu Impfstoffen für alle Menschen, unabhängig von der wirtschaftlichen Potenz eines Landes, stellte die Kreissynode Dortmund auf ihrer Sitzung im Sommer klar. Der Zugang zu Impfstoffen sei weltweit jedoch sehr ungleich verteilt. Aufgrund fehlender sozialer Sicherungssysteme und unzureichender medizinischer Versorgung seien die Menschen in den Ländern des Südens von den Auswirkungen der Corona-Pandemie zudem äußerst gravierend betroffen.
Um auch hier Abhilfe zu schaffen, forderte die Kreissynode, zur Verfügung stehende Impfdosen gleichmäßiger auf alle Regionen der Welt zu verteilen. Darüber hinaus formulierte es die Synode als Ziel, dass Pharma-Unternehmen – zumindest vorübergehend – auf den Patentschutz für Corona-Schutzimpfstoffe verzichten und das produktionstechnische Wissen an Hersteller in der ganzen Welt und den WHO-COVID-19-Technology-Access-Pool weitergeben sollten, damit schnell, günstig und regional die Produktionsmenge gesteigert werden könne.
Zudem müssten auch Menschen, die von der öffentlichen Gesundheitsversorgung ausgeschlossen seien, beispielsweise Menschen auf der Flucht, einen Zugang zu einer Corona-Schutzimpfung erhalten. Darüber hinaus sollten Länder des Südens im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit bei Impfkampagnen und dem Aufbau eigener Produktionskapazitäten unterstützt und beraten werden.
Die Synode beschloss, alle Verantwortlichen in kirchlichen Zusammenhängen zu bitten, das Gespräch mit Politiker*innen auf allen Ebenen zu suchen, um ihnen die Forderungen nahe zu legen. Die Kirchenleitung ersuchten die Synodalen, diesbezügliche Gespräche mit der Landesregierung sowie der EKD, bzw. dem Bevollmächtigten des Rats der EKD bei der Bundesregierung aufzunehmen.