#KircheBlühtAuf zum vierten Mal bei DORTBUNT

11.05.2026

Blumen, Segen und neue Perspektiven mitten im Stadtfest-Trubel

Von Nicole Schneidmüller-Gaiser

„Es ist etwas ganz Besonderes, Menschen hier so offen und berührt zu erleben.“ Auch nach dem vierten Durchgang von #KircheBlühtAuf beim Dortmunder Stadtfest DORTBUNT klingt noch viel Begeisterung in den Stimmen der Beteiligten mit. Mitten im bunten Treiben auf dem Hellweg zeigte sich der Evangelische Kirchenkreis Dortmund erneut von seiner offenen, kreativen und zugewandten Seite – und lud Passantinnen und Passanten ein, Kirche ganz niedrigschwellig zu erleben.

Eine grüne Oase auf dem Reinoldikirchplatz

Blumen verschenken, Segen zusprechen, zuhören und ins Gespräch kommen – unter dem mittlerweile vertrauten Motto #KircheBlühtAuf verwandelten Mitarbeitende aus der Evangelischen Jugend, den Kindertageseinrichtungen, dem StadtKirchenForum, der Verwaltung, der Öffentlichkeitsarbeit und aus verschiedenen Kirchengemeinden einen Teil des Reinoldikirchplatzes wieder in eine grüne Oase. Pflanzen, Kräuter und Blumen wechselten die Hände – und mit ihnen vielleicht auch der Blick auf Kirche und Spiritualität.

Mit Liebe vorgezogen – und gerne verschenkt

Bereits zum vierten Mal hatten Menschen mit grünem Daumen, Kinder aus den Kindertageseinrichtungen des Kirchenkreises und Mitarbeitende aus der Verwaltung Wochen zuvor Samen ausgesät und Pflänzchen vorgezogen. Am Stadtfest-Wochenende wurden diese nun verschenkt – begleitet von der freundlich-überraschenden Frage: „Dürfen wir Ihnen etwas schenken?“ Viele blieben stehen, kamen ins Gespräch und nahmen die kleinen Zeichen des Wachsens und Aufblühens gern mit nach Hause.

Gespräche über Gott, die Welt und das Leben

Zwischen Sonnenblumen, Kräutertöpfchen und Samenbomben ging es in den Begegnungen um Glaubensfragen und Alltagssorgen, um Ehrenamt, Zukunft und das Leben in der Stadt – offen, bunt und so vielfältig wie die Menschen selbst. Besonders gefragt war erneut das Angebot der anwesenden Pfarrpersonen: Segnungen mitten im Trubel des Stadtfestes. Als persönlicher Moment der Ruhe, als Ermutigung oder einfach als wohltuende Unterbrechung des Festgeschehens wurde der „Segen to go“ vielfach angenommen.

Einladung zu einfach heiraten

Dabei nutzten die Pfarrpersonen auch die Gelegenheit, auf einen weiteren, besonderen Aktionstag aufmerksam zu machen: Am 26. Juni 2026 lädt der Kirchenkreis zu „einfach heiraten“ ein. An diesem Tag können sich Paare ganz unkompliziert, ohne Voranmeldung, spontan trauen oder segnen lassen – ein Angebot, das bei vielen Passantinnen und Passanten neugierige Nachfragen hervorrief. Mehr zur Aktion „einfach heiraten“ auf den Seiten der EKD.

Kreative Pausen beim StadtKirchenForum

Am Pavillon des StadtKirchenForums ging es in diesem Jahr ebenfalls kreativ zu: Eine offene Kunstaktion lud junge und nicht mehr ganz so junge Passant*innen dazu ein, innezuhalten und selbst kreativ zu werden. Mit Schablonen und Sprühflaschen entstanden kleine, farbenfrohe Kunstwerke – abstrahierte Figuren, Kirchenmotive und Worte wie „Kurze Pause“, die für viele genau das ausdrückten, was sie sich mitten im Stadtfest-Trubel gönnten. Die entstandenen Bilder wurden direkt aufgehängt und wuchsen im Laufe des Tages zu einer bunten Galerie zusammen.

Gemeinsam für Frieden und Miteinander

Neben den Aktionen rund um #KircheBlühtAuf beteiligte sich der Evangelische Kirchenkreis Dortmund auch in diesem Jahr wieder am Friedensgebet der Religionen im Rahmen von DORTBUNT. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften setzten gemeinsam ein Zeichen für Frieden, Zusammenhalt und gegenseitigen Respekt. Hier der Text zum Friedensgebet der Religionen auf dem Friedensplatz.

Kirche als Teil des Stadtlebens

Fröhlich, offen und nah bei den Menschen – auch bei DORTBUNT 2026 zeigte sich Kirche als Teil des Stadtlebens, ansprechbar und mitten im Geschehen. #KircheBlühtAuf ist längst mehr als eine Aktion: Es ist eine Einladung zum Innehalten, zum Gespräch – und vielleicht zu einem ersten, neuen Schritt in Richtung Kirche.

Die Fotografen Mark Fäth und Stephan Schütze haben auch in diesem Jahr viele besondere Momente festgehalten.