Kirchengemeinde hält sich an Schutzmaßnahmen

02.06.2020

DORTMUND/MINSK – Ungeachtet der Gefahren durch die Corona-Pandemie feierte die weißrussisch-orthodoxe Kirchengemeinde „Aller Betrübten Freude“ den Ostergottesdienst in ihrer fast fertiggestellten Kathedrale. Mit dabei, gut und kreativ geschützt, war auch Natascha Blisniuk (re.) mit ihren Töchtern Katja und Anja (unser Foto). Natascha Blisniuk ist mit einem Priester der Gemeinde verheiratet und arbeitet dort.
Der Partnerschaftkreis Minsk des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund, kurz „Minsk-Kreis“, unterhält seit vielen Jahren eine Partnerschaft mit dieser Gemeinde in Minsk/Belarus. Zu der Gemeinde gehören ein Frauen- und ein Männerchor. Beide Chöre gaben in der Vergangenheit regelmäßig Konzerte im Ruhrgebiet und Süddeutschland. Ob der Chor auch in diesem Jahr nach Deutschland kommen kann, ist zurzeit fraglich. „Während des Gottesdienstes hielten sich die Gläubigen weitestgehend an Sicherheitsabstände und Schutzmaßnahmen“, erfuhr Horst Behle, Mitglied im Minsk-Kreis.
Obwohl es in Belarus keinen Lockdown gibt, Schulen und Universitäten sind offen und Gottesdienste nicht eingeschränkt, fordert Metropolit Pavel Ponomarjov von Minsk, Oberhaupt der weißrussisch-orthodoxen Kirche (WOK), Mitte Mai alle orthodoxen Gläubigen auf, den Anti-Corona-Bestimmungen des Moskauer Patriarchats nachzukommen. Dazu gehöre auch, göttliche Liturgien ohne physisch anwesende Gläubige zu feiern. Für die WOK, die dem Moskauer Patriarchat untersteht, gelten die Anordnungen, die die Heilige Synode der russisch-orthodoxen Kirche Mitte März verschiedet hat. Demnach muss der Löffel bei der Kommunion nach jeder Austeilung desinfiziert und die Zapivka (drei Schlückchen Wein trinken und anschließend das gesegnete Brot essen) in Einmalbechern ausgeteilt wird. Zum Säubern der Löffel und Münder sollen Papiertücher verwendet werden, die danach verbrannt werden sollen. In der Gemeinde „Aller Betrübten Freude“ wird und wurde es so gehandhabt.

chk

Foto: Kirchengemeinde „Aller Betrübten Freude“