Mahnwache zum 90. Jahrestag der Westfälischen Bekenntnissynode

Am 16. März 1934 wurde in Dortmund die erste „Bekenntnissynode“ in Deutschland gegründet. Seitdem wurde der Begriff vielfach aufgegriffen, vor allem bei der wichtigen Bekenntnissynode zu Barmen im Mai 1934. Die Evangelische Kirche in Westfalen grenzte sich damit öffentlich vom nationalsozialistischen Staat ab und verhinderte, dass die sogenannten „Deutschen Christen“ das nationalsozialistische Führerprinzip in die Kirche einführten.

Das Widerstehen von damals ist auch heute wieder nötig: Nach dem erfolgreichen, jahrlangen Kampf gegen die Nazis in der Stadt erlebt Dortmund das Erstarken der Rechtspopulisten und der sogenannten Alternative für Deutschland. Spätestens seit dem Geheimtreffen im November 2023 in Potsdam ist klar: Sie fordern „Remigration“ und meinen Deportation. Kirche kann da nicht abseits stehen. Der Glaube an die Würde eines jeden Menschen und die Sorge um die Demokratie fordern Engagement.

Unter dem Titel „Kirche für Demokratie“ findet daher am Freitag, 15. März, von 16 bis 17 Uhr eine Mahnwache vor der Reinoldikirche am Ostenhellweg 2 statt. Mit dabei sind unter anderem Superintendentin Heike Proske vom Kirchenkreis Dortmund, Kirchenhistoriker Prof. Norbert Friedrich („Kirche verteidigen – damals“), Pfarrer Friedrich Stiller vom Referat Gesellschaftliche Verantwortung des Kirchenkreises („Demokratie verteidigen – heute“) sowie Mitglieder der Arbeitsgruppe Christ*innen gegen Rechtsextremismus. Die musikalische Begleitung übernehmen Kreiskantorin Jutta Timpe und der Gospelchor ConTakt aus Lünen. Bei regnerischem Wetter werden Zelte bereitgestellt.

Mahnwache – „Kirche für Demokratie“

  • Freitag, 15. März,
    16–17 Uhr, 
    vor der
    Reinoldikirche,
    Ostenhellweg 2.