Zur 22. DEW21-Museumsnacht dürfen sich Besucher*innen wieder auf ein aufregendes Programm aus Museumsnacht-Klassikern und Highlights aus der Dortmunder Kulturszene freuen. Auch Gemeinden und Einrichtungen aus dem Evangelischen Kirchenkreis beteiligen sich am 17. September mit attraktiven Angeboten.
Das Deutsche Fußballmuseum, die DASA, das Dortmunder U, das Naturmuseum Dortmund, das Brauerei- Museum und das Konzerthaus Dortmund – die Liste der teilnehmenden Organisationen ist lang. „Alte Bekannte“, etwa das BORUSSEUM, das LWL-Industriemuseum Zeche Zollern und viele weitere Kultureinrichtungen der Stadt sind wieder mit dabei. Traditionell vereinen sich um 15.53 Uhr die Glocken der Dortmunder Stadtkirchen mit einem gemeinsamen 7-minütigen Glockenklang und liefern den Startschuss für Dortmunds Nacht der Nächte.
Anschließend erblühen in der Marienkirche (Marienkirche 1) zwischen 17 und 22.30 Uhr „Blumen der Bibel“: Eine von Kunsthistorikerin Silvia Schmidt-Bauer kuratierte Ausstellung widmet sich Lilie, Lotusblüte, Rose, Zypernblume und anderen Blumen, die im Alten und Neuen Testament erwähnt werden. Bis heute sind Blumen auf den Altargemälden und in der Kirchenausstattung gegenwärtig. Welche Blumen blühten im damaligen Palästina? Welche biblischen oder auch heimischen Blumen finden sich auf den mittelalterlichen Altarwerken der Dortmunder Innenstadtkirchen? Um 17 und um 18 Uhr erklingen jeweils für 30 Minuten „AKW – Akkordeon.Klang.Wunder.“ Auf ihrem vielseitigen Instrument möchte die Musikerin Andrea Knefelkamp-West ihr Publikum mit verblüffenden Klängen und Farben überraschen, die so gar nicht mit denen des „Schifferklaviers“ gemein haben. Bei einem Stelldichein von Komponisten aus verschiedenen Zeiten und Ländern wie Scarlatti, Daquin,, Haydn, Elgar und Piazzolla werden deren Werke für Cembalo, Klavier oder Orgel in ihrer originalen Gestalt vorgetragen.
„Orgel trifft Elektronik“ heißt es um 19 und um 20 Uhr für jeweils eine halbe Stunde: Moderne Technik trifft auf jahrhundertealte Gregorianik – das verspricht ein ganz besonderes Klangerlebnis zu werden. Kantor Manfred Grob präsentiert die „Missa Dominici des Münchener Komponisten Mathias Rehfeld, der Gregorianik, Orgelmusik und Elektronik zu einer meisterhaften Synthese verbindet. Die Komposition greift die alte Tradition der Orgelmesse auf, in der die Orgel an verschiedenen Stellen des Gottesdienstes den Part des Gesangs übernahm.
Um 21 und um 22 Uhr folgt schließlich noch das Konzert: „Meine Seele hört im Sehen – ein Zwiegespräch“, bei dem für jeweils 30 Minuten Gregorianik aus dem Mittelalter auf die Lyrik des evangelischen Theologen Christian Lehnert aus Dresden trifft. Mit der Schola an St. Marien und Rezitationen von Renate Fischer unter der Leitung von Gisela Schneider.
Auch die Reinoldikirche (Ostenhellweg 2) öffnet für die Museumsnacht zwischen 16 und 22 Uhr ihre Türen. Mit einer Mischung aus Konzert und Lesung startet das Programm um 18 und um 20 Uhr jeweils für 40 Minuten unter dem Titel „Das Fenster zur Sprache“. Der Hamburger Organist Alexander Annegarn hat dafür ein vielschichtiges Projekt entwickelt, das um den Ausspruch Franz Liszts von der „Erneuerung der Musik durch ihre innigere Verbindung mit der Dichtkunst“ kreist. Im Zentrum des Programms stehen Orgelwerke von Liszt und Guillou, die durch Lyrik und Texte von Rilke, Henze, Hölderlin und Japanische Haiku sowie Improvisationen am Klavier ergänzt werden.
Um 19 und um 21 Uhr heißt es dann „Orgel trifft Fotokunst“. Der Dortmunder Fotokünstler Benito Barajas hat mittels einer besonderen fotografischen Technik Details und Stimmungen im mittelalterlichen Kirchenraum eingefangen, die zur DEW21-Museumsnacht auf Großleinwand präsentiert werden. Durch facettenreiche Orgelmusik wird der Abend zu einem unvergesslichen Live-Erlebnis.
Und schließlich gibt es im Rahmen der Museumsnacht noch zwei spannende Rundgänge: Einen unter dem Titel „Kirche und Politik von der Reformation bis heute“ (16 und 17.2015 Uhr, Treffpunkt: Reinoldiforum) und eine Führung mit dem Titel „Der Hellweg als Pilgerweg: Eine StadtPilgerTour in der Dortmunder City.“ (16 bis 17:30 Uhr, Treffpunkt: Ev. Stadtkirche St. Petri / Turmeingang, Petrikirchhof).