Neuer Superintendent für Dortmund

Der 55jährige Theologe wird im Sommer die Nachfolge von Superintendent Ulf Schlüter antreten, der als Theologischer Vizepräsident in die Leitung der Landeskirche, der Evangelischen Kirche von Westfalen wechselt.
Ralf Greth setzte sich bei der Wahl, für die die Kreissynode zu einer Sondersitzung in der Stadtkirche St. Reinoldi zusammengetreten war, gegen die Generalsekretärin der Deutschen Seemannsmission, Pfarrerin Heike Proske durch. Greth erhielt im x. Wahlgang xxx der abgegebenen Stimmen. Proske kam auf xxx Stimmen.
Wahlberechtigt waren 241 Mitglieder der Kreissynode. Sie fungiert als Parlament des Kirchenkreises und ist dessen oberstes Entscheidungsorgan. Alle 28 evangelischen Kirchengemeinden aus Dortmund, Lünen und Selm entsenden gewählte Vertreterinnen und Vertreter in die Synode. Hinzu kommen Mitglieder, die vom Kreissynodalvorstand, dem gewählten Vorstand der Synode, berufen wurden.
Zur Wahl musste einer der Kandidaten mehr als die Hälfte aller möglichen, mindestens also 121 Stimmen erreichen. Lediglich die Mehrheit der abgegebenen Stimmen –aus unterschiedlichen Gründen konnten einige der Synodenmitglieder nicht an der Wahlsynode teilnehmen– hätte nicht gereicht.
Der künftige Superintendent ist Gemeindepfarrer in der Kirchengemeinde Syburg-Auf dem Höchsten. Er kennt den Kirchenkreis gut und arbeitet hier seit vielen Jahren in unterschiedlichen Gremien mit.
Ralf Greth legt besonderen Wert auf die Arbeit im Team. So freut er sich auf die Zusammenarbeit mit den beiden stellvertretenden Superintendent/inn/en, Andrea Auras-Reiffen und Michael Stache, aber auch mit den zahlreichen theologischen und nichttheologischen Fachleuten in den Gemeinden, den Diensten und Referaten.
Anders als in anderen Kirchenregionen trägt der Evangelische Kirchenkreis Dortmund, der größte in Westfalen, auch Verantwortung als großer Arbeitgeber. Mehr als 1.300 Frauen und Männer arbeiten hauptamtlich in Arbeitsfeldern wie Seelsorge, Tageseinrichtungen für Kinder, Offene Ganztagsschule, Bildungswerk, Schulreferat, Verwaltung und vielem mehr. Hinzu kommen zahlreiche Menschen, die sich ehrenamtlich in kirchliche Aufgaben einbringen.
Ralf Greth wuchs in Dortmund auf, studierte Theologie in Bochum, und blieb seiner Heimatstadt während seiner beruflichen Laufbahn treu. Nach dem Vikariat in Wellinghofen übernahm er 1996 die Pfarrstelle, die er bis heute innehat.
Wesentliches Anliegen des künftigen Superintendenten ist die Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen, etwa in Schulen und Kindertageseinrichtungen und der Konfirmandenarbeit. Und auch die gesellschaftliche Verantwortung liegt Greth am Herzen. So soll sich die Evangelische Kirche in Dortmund und Umgebung auch unter seiner Leitung in Themenfeldern wie der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus oder dem interreligiösen Dialog einsetzen.
In der weltweiten Ökumene sieht der künftig leitende Theologe eine große Bereicherung für alle Beteiligten. So pflegt er mit seiner bisherigen Kirchengemeinde eine intensive Partnerschaft zu einer Gemeinde in Tansania.
Eine seiner persönlichen Vorlieben gilt dem Sport. So engagiert sich Ralf Greth beim alljährlichen ‚Fußballturnier der Religionen‘. Mit der Auswahl Westfalens gewann er auch schon dreimal die inoffizielle Deutsche Pfarrer-Fußballmeisterschaft. Greth ist verheiratet und Vater von drei Töchtern.