Mit Kerzen und Lesungen, in Stille, Gebet und mit Musik wollen Dortmunderinnen und Dortmunder in der Stadtkirche St. Petri an die Opfer der Pogromnacht im November 1938 erinnern. Dazu laden die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (GCJZ), die Evangelische Stadtkirche St. Petri und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) gemeinsam ein.
Am 9. November, dem 82. Jahrestag der Pogromnacht, findet das Ökumenische Gedenken um 18.30 Uhr statt. Mit dabei sind Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 aus dem Max-Planck-Gymnasium. Sie werden in Lesungen über das Schicksal der jüdischen Ehepaare Silberberg, Salmagne und Blankenstein aus Dortmund berichten. Die drei Paare sollen exemplarisch für zahlreiche deportierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt stehen und die Erinnerung an die Pogromnacht und ihre Folgen wachrufen.
In der Mitte der Kirche ist vom 9. bis 12. November 2020 ein eindrucksvolles Gedenkbild gestaltet. Es trägt die Namen von Dortmunderinnen und Dortmundern, die am 29. Juli 1942 von Dortmund ins Ghetto Theresienstadt deportiert wurden. Wer mag, kann beim Ökumenischen Gedenken am 9. November für sie eine Kerze anzünden. Gemeinsam wird man den Spuren folgen, auf die einzelne Biographie-Bruchstücke führen.
Zusammen mit den Schülerinnen und Schülern werden das Ökumenische Gedenken gestalten: Sigrid Schäfer (GCJZ), Pfarrerin Christel Schürmann (St. Petri), Propst Burkhard Kurz (ACK) sowie Julia Frede an der Violine. Termin: Montag, 9. November 2020, 18.30 Uhr; Evangelische Stadtkirche St. Petri, Dortmund – Westenhellweg/Petrikirchhof