1350 Geräte bekamen im Jakobus Gemeindehaus ein zweites Leben
„Das Gerät konnte repariert werden“, so klang es 25-mal am Ausgang des 79. Repair Café Wambel Anfang Dezember. Ein letztes Repair Café an dem Ort, an dem vor zehn Jahren erstmals freiwillige Reparateure begannen, defekten Geräten ein sogenanntes „zweites Leben“ zu geben und sie vor dem Wegwerfen zu bewahren.
Seitdem wurden insgesamt mehr als 2.400 Geräte vorgestellt, von denen etwa 1.350 unmittelbar vor Ort repariert werden konnten, und in 480 Fällen wurde eine Wiedervorstellung bzw. eine Fachfirma empfohlen. Seit August 2021 veranstaltet der Kooperationspartner youngcaritas Dortmund parallel mit Mitarbeitenden des Repair Cafés eine Handy- und Smartphonesprechstunde, in der 195 Ratsuchende Hilfen bei Problemen im Umgang mit dem Handy/Smartphone erhielten.
Ergänzend hierzu schulten in den vergangenen Jahren Mitarbeitende aus dem Repair Café in mehreren vierwöchigen Kursen Seniorinnen und Senioren kostenlos im Umgang mit dem Smartphone.
Dies alles ist nun Geschichte
Die Ev. Kirchengemeinde St. Reinoldi hat zum Jahreswechsel das Gemeindezentrum in der Eichendorffstraße 31 aufgegeben, aus dem Repair Café Wambel wird ab Januar das Repair Café Brackel.
Die über 30 ehrenamtlich engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter feierten im Anschluss des Repair Cafés mit Pfarrer Jens Giesler, Stefan Pohl (Familienbüro Brackel), Ulrike Klotz (Begegnung VorOrt) und Thomas Brandt (Seniorenbüro Brackel) ein letztes Mal ihre adventliche Abschiedsfeier. Zu der waren auch zahlreiche ehrenamtliche Nachbarschaftshelfende, Mitarbeiterinnen des Seniorentreffs Brackel, Musizierende und Büchereimitarbeitende eingeladen. Sie alle verbinden mit dem Jakobus-Gemeindehaus die Erinnerung an zahlreiche Veranstaltungen, Proben, Planungstreffen und teilweise auch persönliche, familiäre Ereignisse mit dem Jakobus-Gemeindehaus.
Dank einer Essenspende vom Dortmunder Menüservice und der musikalischen Begleitung der Band „Garden Party“ war der Abend für viele Anwesende eine würdige und unterhaltsame Gelegenheit, Abschied zu nehmen.
Pfarrer Jens Giesler und Thomas Brandt bedankten sich bei allen ehrenamtlich Mitarbeitenden für ihr jeweiliges Engagement und sind froh, dass alle Gruppen ein neues „Zuhause“ gefunden haben, teils in Wambel, andernfalls in den benachbarten Stadtteilen des Stadtbezirks Brackel. Mit den besten Wünschen für eine schöne Advents- und Weihnachtszeit und ein friedlicheres und gesundes Jahr 2026 verabschiedeten beide die etwa 60 Teilnehmenden bis zum Wiedersehen bei den vielen bereits geplanten Veranstaltungen im kommenden Jahr.
Quelle: Thomas BrandtEin letztes Mal wurden gemeinsam mit den Besitzern im Repair Café Wambel defekte Geräte repariert. Nähmaschinen, Schallplattenspieler, Lampen, Staubsauger oder Radios – sie alle bekommen so ein zweites Leben. Wegwerfen? Denkste!