Das Besondere: Er wird von Ehrenamtlichen aus der Gemeinde organisiert.
Für das BVB-Weihnachtssingen im Signal Iduna Park können die Gemeindemitglieder der Lutherkirche bereits einen Tag zuvor trainieren. Denn am 10. und 11. Dezember findet rund um die evangelische Kirche in Hörde wieder der beliebte Weihnachtsmarkt statt. Pfarrer Martin Pense – mit seiner roten Westerngitarre ausgerüstet – lädt um 16.30 Uhr zum Rudelsingen von klassischen und modernen Advents- und Weihnachtsliedern ein. „Die Gemeinde ist von mir Schlimmstes gewohnt“, scherzt der Pfarrer, der auch immer wieder als Musiker aktiv wird.
Los geht der Weihnachtsmarkt, der in diesem Jahr zum 19. Mal stattfindet, am Samstag um 12 Uhr. Rund um die Lutherkirche haben dann die 16 Verkaufsstände bis 18 Uhr geöffnet.
Bereits am 3. Dezember sorgen die Lutherhunde, „meine Männergruppe“, so der Pfarrer, für die Basis des Weihnachtsmarkts. Die Herren zwischen 45 und 84 Jahren bauen dann die zehn Verkaufshäuschen und die Zelte für Verkauf und Aufenthalt auf. Und natürlich wird auch für eine weihnachtliche Stimmung geschmückt.
An den beiden Weihnachtmarkttagen sind dann etwa 70 Ehrenamtliche im Einsatz, denn auf diesem besonderen Markt gibt es fast keine professionellen Anbieter. Eine Ausnahme bilden der Imker-Stand und der Weihnachtbaum-Verkauf, die bis Heiligabend an der Kirche bleiben.
Die Jugend bietet Crêpes und Falafel an, die Männergruppe Grillwurst und Pommes, der Sauerländische Gebirgsverein sorgt für eine heiße Suppe. „Natürlich gibt es auch Glühwein und Bergmann-Bier“, erzählt Pfarrer Pense. Ein Renner seien bisher immer die Reibekuchen der Kindergärten gewesen, deshalb bekommen sie auch den größten Raum. Waffeln und Kaffee werden im Gemeindecafé angeboten.
Zum Verschenken oder Selber-Behalten gibt es Deko für Weihnachten, fair gehandelte Produkte aus dem Eine-Welt-Laden, Strickwaren, Basteleien, selbstgemachte Marmelade und Sülze. Und Pfarrerin Susanne Schröder-Nowak bietet Blaudrucke von Tischdecken, Taschen und Schürzen an.
Bevor der Markt am Sonntag um 12 Uhr öffnet, steht ein Familiengottesdienst auf dem Programm. Für Musik sorgt dabei nicht nur das Wellinghofer Blechbläserensemble, sie spielen auch noch einmal um 12.30 Uhr auf dem Markt, sondern auch Martin Pense: „Da singe ich dann mit den Kleinen vom Elias-Kindergarten.“ Natürlich mit Gitarre.
Im Anschluss an den Gottesdienst wird über neue Gottesdienstformen informiert. „Dafür suchen wir auch noch Mitstreiter“, so Pense. Zum Abholen des Friedenslichts aus Bethlehem lädt Pfarrerin Schröder-Nowak um 16.30 Uhr zur Andacht ein.
Der Verkaufserlös vom Weihnachtsmarkt ist für ein Essensangebot im „Wärme-Winter“ im Gemeindehaus bestimmt. „Wir planen, nach dem Gottesdienst eine warme Mahlzeit an Bedürftige auszugeben“, erzählt Pense.