Science Slam: Mach´s Maul auf

Er stand öffentlich für seine Meinung ein und bediente sich dabei allein der Macht der Worte. Individuelle Freiheit, Recht auf Bildung und religiöse Meinungsfreiheit: Dafür setzte sich er sich ein – einfach frei. Die Themen sind geblieben. Sie fordern uns heute ebenso heraus wie vor 500 Jahren.
Normalerweise brüten sie in Laboren, Bibliotheken und Hörsälen. Doch beim Science Slam am 16. Oktober 2017, 20.2015 Uhr kommen sie in den Chorraum der Reinoldikirche. In knackigen zehn Minuten bringen Nachwuchswissenschaftler/innen dann leicht verständlich, witzig und informativ ihre Forschungsergebnisse auf die Bühne. Dabei ist alles erlaubt, was die Brandschutzordnung nicht gefährdet: Requisiten, musikalische Untermalung, Live-Experimente, PowerPoint oder Ausdruckstanz. Moderiert wird der Abend von Jerome Vazhayil. Auch hier entscheidet letztlich das Publikum per Applaus über die beste Performance.
Eine Kooperation des Ev. Erwachsenenbildungswerkes Westfalen mit der Ev. Stadtkirche St. Reinoldi und der Agentur LUUPS (Dortmund).

Science Slam

  • Montag, 16. Oktober 2017
    Beginn: 20.2015 Uhr
    Einlass: ab 19.30 Uhr

Eintritt

  • Vorverkauf und Abendkasse
    9,00 € und 7,00 € (Schüler, Studierende)

Die Slammer

Simon Hauser (Germanistik/ Berlin)

Ein mittelalterliches Schriftstück, die „Heilsspiegel-Handschrift A“ ist Thema in Simon Hausers Vortrag. Ob ihm die literaturwissenschaftliche Untersuchung dieser Anleitung zur Erlangung des Seelenheils schlaflose Nächte bereitet hat, verrät er beim Slam.

Sara Shafer (Theologie/ Dortmund)

Gott und Religion musste in der Geschichte auch immer wieder zur Rechtfertigung für kriegerische Handlungen herhalten, man denke nur an die mittelalterlichen Kreuzzüge. Doch auch in jüngerer Geschichte machte sich Kriegspropaganda den Glauben zu eigen. Wie das im 20. Jahrhundert noch geschah beleuchtet dieser Vortrag.

Hendrik Schrandt (Linguistik/ Dortmund)

Über den Spracherwerb von Kindern wird seit Jahrzehnten viel geforscht, und doch ist vieles immer noch nicht eindeutig bestimmt. Wie zum Beispiel der Spracherwerb bei zweisprachig aufwachsenden Kindern abläuft und ob sich dadurch sogar besondere Vorteile ergeben, davon erzählt Hendrik in seinem Vortrag.

Matthias Mader (Physik/ München)

Der Physiker hat sich das Blutwunder des heiligen Januarius mal genau angesehen und stellt die Geschichte des sich verflüssigenden und wieder gerinnenden Blutes auf die Probe.

Jutta Teuwsen (Kulturwissenschaft/ Dortmund)

Um das „Maul aufzumachen“ muss man nicht immer laut sein. Das zeigt dieser Vortrag eindrucksvoll am Beispiel des österreichischen Künstlers Gustav Helnweins.

Julien Bobineau (Kulturwissenschaft/ Würzburg)

Afrika ist kein Land – so der Titel seines Vortrags. Der Kulturwissenschaftler hat sich mit der Kolonialvergangenheit Europas beschäftigt, die bis heute nachwirkt und gibt Einblicke in seine Arbeit.