„Solche Orte brauchen Menschen, die sich einlassen“ 

18.06.2026

Ev. Kirchenkreis begrüßt neue Mitarbeitende in feierlichem Gottesdienst

„Gott hat ein Faible für vergessene Orte. Wo andere Ruinen sehen, sieht Gott Chancen. Solche Orte brauchen Menschen, die sich einlassen. Und plötzlich – atmet der Ort wieder. Schön, dass Sie da sind!“ Beim Begrüßungsgottesdienst für neue Mitarbeitende lag auch in diesem Jahr eine wichtige Botschaft über allem: Ein Kirchenkreis besteht nicht nur aus Gebäuden und Einrichtungen. Der Evangelische Kirchenkreis lebt und wird geprägt und gestaltet von den Menschen, die in Dortmund, Lünen und Selm ihren Dienst tun – und die durch ihre Haltung und durch ihren Blick auf die Dinge die Welt ein bisschen besser machen können.

„Willkommen. Schön, dass Sie da sind. Weil Sie SIE sind.“ Es scheint, dass Heike Proske, frisch im Amt bestätigte Superintendentin des Kirchenkreises, bei ihrer Begrüßung in der Marienkirche jeden einzelnen im Raum in den Blick nimmt. „Sie sind einzigartig. Besonders.“ Die etwa 60 Menschen, die der Einladung in die Innenstadtkirche gefolgt sind, spüren diesen besonderen Moment, und nehmen ihn mit in die Kindertageseinrichtungen, in den Offenen Ganztag, in die Synodalen Dienste und in die Verwaltung, wo sie nun arbeiten. Insgesamt haben 380 Männer und Frauen in den vergangenen zwölf Monaten ihren Dienst begonnen; der Evangelische Kirchenkreis beschäftigt somit etwa 2000 Mitarbeitende.

Das Theologische Leitungsteam, bestehend aus Proske und ihren beiden Stellvertretungen, Leonie Grüning und Michael Stache, nimmt sich gemeinsam mit der Verwaltungsleitung Lisa Prang und deren Stellvertretung Sabine Kalies die Zeit, um neben Verträgen und Onboarding auch eine geistliche Dimension in den Dienst bei der Kirche zu bringen. Gerade in Zeiten, in denen viel über die „Zukunft der Kirche“ nachgedacht wird, sei es wichtig, Mitstreiter*innen für diesen Prozess zu finden.

Pfarrerin Leonie Grüning zieht dafür einen Vergleich zur Internationalen Gartenausstellung, der IGA 2027, bei der die Protestanten gemeinsam mit anderen Religionsgemeinschaften einen „Garten der Religionen“ auf dem Gelände der ehemaligen Kokerei Hansa gestalten werden: „Wie wollen wir in Zukunft leben? Alle sollen mitmachen, können mitgestalten. Was da passiert, ist das, was wir alle wollen.“

Wer wollte, konnte sich im Rahmen des Gottesdienstes auch segnen lassen; mehrere Mitglieder aus Verwaltung und Mitarbeitervertretung gaben den Neuzugängen außerdem gute Wünsche in Form von Fürbitten mit auf den Weg. Und so mancher summte beim Hinausgehen eines der Lieder, die Kreiskantor Wolfgang Meier-Barth ausgesucht und begleitet hatte. Nach dem Gottesdienst konnten sich die neuen Kolleginnen und Kollegen dann zwanglos bei Kaffee und Kuchen auch untereinander kennenlernen.