Das Dortmunder Spendenparlament Spendobel präsentiert jedes Jahr eine Vielzahl von sozialen Projekten, für die Privatpersonen, Stiftungen, Unternehmen etc. spenden können. Damit die Spender*innen die Möglichkeit haben, ausgewählte Spendobelprojekte vor Ort kennenzulernen und so die Wirksamkeit ihrer Spenden zu erleben, gibt es jedes Jahr sogenannte Projektrundfahrten.
Eine dieser Rundfahrten fand Anfang Mai statt und bestand aus jeweils drei Stationen, die über ganz Dortmund und das Umland verteilt waren. Der Andrang war groß, ganz zur Freude des Vorstands von Spendobel „Der gesamte Vorstand freut sich riesig, dass wirklich eine so große Resonanz auf unsere Einladung gekommen ist“, so Christiane Wurst, Präsidentin von Spendobel.
„Ladies First“ so lautet der Name des ersten Projekts, das die Teilnehmenden näher kennenlernen sollten. „Das Interesse war groß, das Projekt Ladies First zu zeigen.“, so Heike Dahlheimer, Geschäftsführerin von Spendobel. Das Projekt richtet sich an geflüchtete Mädchen und junge Frauen, die auf ihrem Weg in ein eigenständiges Leben unterstützt werden. Das Projekt wurde von der GrünBau GmbH ins Leben gerufen und bietet vielfältige Angebote für bis zu 40 Teilnehmende.
Weiter ging es an den Rand von Dortmund, dort befindet sich das sogenannte Werkhof Projekt. An diesem Ort erhalten junge Menschen, die Schwierigkeiten im Leben und auf dem Arbeitsmarkt haben, eine Perspektive. Unter anderem lernen sie dort verschiedenste Berufsfelder näher kennen und machen positive Lernerfahrungen. Laut dem Werkhof Projekt hat dieses seit der Gründung schon viele Hundert Ausbildungsverhältnisse angebahnt.
Nun soll das graue Werkhof-Außengelände mithilfe der Jugendlichen zum grünen Lebens- und Lernraum umgestaltet werden. So sollen dort viele Grünpflanzen, wohnlich gestaltete Bauwagen, eine Tischtennisplatte und vieles mehr entstehen. Die Teilnehmenden der Projektrundfahrt hatten die Möglichkeit, neben dem Werkhof eben dieses Außengelände zu besichtigen.
Als letzte Station ging die Fahrt zum Ponyhof Hilbeck in Werl. Dieser gibt Kindern und Jugendlichen, insbesondere aus schwierigen sozialen Verhältnissen, unter anderem die Möglichkeit, für einen kleinen Preis Urlaub zu machen. Auf dem ehemaligen Bauernhof lernen die Kinder durch tiergestützte Pädagogik soziales Verhalten und einen respektvollen Umgang mit Menschen, Tieren und der Natur. Außerdem bietet ihnen der Hof Raum für Gemeinschaftserfahrungen.
Seit mehr als 40 Jahren betreibt die Ökumenische Dienstgruppe Martin Luther King e.V. den Ponyhof Hilbeck als gemeinnützigen Ort. Dieser bietet Kindern eine Möglichkeit zur Selbstentwicklung. Ermöglicht wird das unter anderem dadurch, dass für die Zeit des Aufenthalts die Kinder ein Pony bekommen, um das sie sich kümmern müssen. Vier dieser Ponys durften zum Ausklang der Projektrundfahrt von Teilnehmenden geritten werden.
Die Fahrt endete am späten Abend, wo sie begonnen hatte, am Haus der Ev. Kirche in Dortmund. Für Heike Proske, Superintendentin des Kirchenkreises, sind diese Projektrundfahrten besonders wichtig: „Wir hoffen, dass sie, die an der Projektfahrt teilnehmen, anderen davon erzählen. Damit sich in Zukunft noch mehr Menschen im Parlament engagieren, für Projekte spenden oder eigene Projekte einreichen.”
Text und Fotos: Erik Benger