„Ride of Silence“ erinnert an getötete Radfahrende
Mit einer stillen Gedenkfahrt haben Radfahrerinnen und Radfahrer am Mittwochabend (20. Mai) in Dortmund an Menschen erinnert, die im Straßenverkehr ihr Leben verloren haben. Der sogenannte „Ride of Silence“ startete am Friedensplatz und führte über 14 Kilometer durch das Stadtgebiet.
Die Teilnehmenden fuhren bewusst in ruhigem Tempo und ohne Musik oder Klingeln durch die Stadt. Die Route führte gezielt an Orte, an denen es in der Vergangenheit tödliche Unfälle mit Radfahrenden gab. Dort legte die Gruppe kurze Stopps ein, um der Verstorbenen zu gedenken.
Organisiert wurde die Aktion vom Agenda-Arbeitskreis Nachhaltige Mobilität gemeinsam mit Dortmunder Fahrradinitiativen. Unterstützung erhielt die Veranstaltung unter anderem von der Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund, Heike Proske. Die Pfarrerin, selbst eine passionierte Radfahrerin, betonte die doppelte Botschaft der Fahrt: „Der Ride of Silence ist ein stilles, aber starkes Zeichen. Wir erinnern an die Opfer des Straßenverkehrs und setzen uns gleichzeitig für mehr Sicherheit und eine Mobilitätswende ein, die Leben schützt.“
Viele Teilnehmende trugen helle oder weiße Kleidung als sichtbares Zeichen der Verbundenheit und des Gedenkens. Der „Ride of Silence“ ist Teil einer internationalen Initiative, die jedes Jahr am dritten Mittwoch im Mai in zahlreichen Städten weltweit stattfindet. Ziel ist es, auf die Gefahren für Radfahrende im Straßenverkehr aufmerksam zu machen und ein respektvolleres Miteinander einzufordern. Die Organisatoren zeigten sich im Anschluss zufrieden mit der Beteiligung und dem respektvollen Verlauf der Veranstaltung.
Bild: Stephan SchützeTeilnehmende des „Ride of Silence“ versammeln sich zum Start am Friedensplatz; mittig im Bild steht Superintendentin Heike Proske, die auch Botschafterin der Veranstaltung war.