Superintendentin Heike Proske mit großer Mehrheit im Amt bestätigt

12.06.2026

Sommersynode des Ev. Kirchenkreises arbeitet weiter an einer tragfähigen „Kirche der Zukunft.“

Mit großer Mehrheit hat die Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund Pfarrerin Heike Proske in ihrem Amt als Superintendentin bestätigt. „Wir stehen als Kirche auf der Seite des Lebens, der Gerechtigkeit, der Liebe – und verteidigen aus Überzeugung die Würde der Menschen“, sagte Proske in ihrer Vorstellungsrede am Freitagabend in der Stadtkirche St. Reinoldi. Dabei gelte es, immer auch Unterschiede auszuhalten. 

Nach ihrem Amtsantritt 2018 erlebte Heike Proske nur eine relativ kurze „unbeschwerte“ Zeit. Auf dem Fahrrad erkundete sie den noch recht jungen Kirchenkreis, feierte einen lebendigen, fröhlichen Kirchentag 2019 und erlebte eine Kirche im Wandel, voller Ideen und in einer positiven Aufbruchstimmung. Doch dann folgten ab 2020 Pandemie, Ukrainekrieg, die Konflikte im Nahen Osten, das Erstarken der Rechten, steigende Lebenshaltungskosten, Energieknappheit. In Dortmund wie überall nimmt die Zahl der Gläubigen ab, die Spielräume werden kleiner. Und auch die Geduld der Menschen nimmt ab: „Die Welt ist schnell geworden. Und die Ereignisse verlangen fast sofort Antworten und Lösungen.“ 

Gerade in Zeiten, in denen viele Menschen große Verunsicherung spüren, sei die Kirche darum besonders gefordert: „Wir sind aufgerufen, uns schnell Gedanken zu machen – welche Anforderungen sind an uns als Kirche gestellt im Fall einer Katastrophe? Und woher nehmen wir die Kraft und den Mut, uns dem entgegenzustellen?“ 

Proske sieht sich als Teamspielerin und machte deutlich, dass sie auch in Zukunft gemeinsam mit ihren Ständigen Stellvertretungen, mit den Menschen in den Gemeinden, Einrichtungen und Diensten an einer „Kirche von mit morgen“ arbeiten will. Und auch mit allen, die sich für Kirche einsetzen, „auch mit denen, die nicht Kirchenmitglieder sind“. Bis zum Eintritt in die Rente hat sie dafür nun das Votum der Synode – um zu gegebener Zeit „die jetzt begonnenen Prozesse in einem reifen Stadium weiterzugeben.“ 

Im Anschluss an die Wahl der Superintendentin folgte noch die Nachbesetzung mehrerer Positionen aus dem Kreissynodalvorstand (KSV). Bernd Schumacher wurde für das scheidende KSV-Mitglied Günther Weber als nicht-theologisches Mitglied in das kreiskirchliche Leitungsgremium gewählt. Neues stellvertretendes KSV-Mitglied ist nun Jan Stamm aus Brackel. Für das scheidende theologische KSV-Mitglied Pfarrer Olaf Kaiser wählte die Synode den Notfallseelsorger im Kirchenkreis, Pfarrer Hendrik Münz.