„Ein Stück gebauter Stadtgeschichte“, so Oberbürgermeinster Ullrich Sierau, wird am 8. September vermittelt. Dann ist „Tag des offenen Denkmals“, der mit dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ an das 100-jährige Jubiläum des Bauhauses anknüpft.
Unter den 47 Veranstaltungsangeboten gibt es zahlreiche Möglichkeiten, evangelische Kirchen zu entdecken. Von der Lutherkirche Barop im Dortmunder Süden bis zum Martin-Luther-Kirche in Brambauer, von der Ev. Bartholomäuskirche im Westen bis hin zur Johannes-Kirche im Osten sind 13 Kirchen geöffnet. Eine Kirchenentdeckungstour (siehe hier) führt per Bus zu weiteren Kirchen.
Mit dabei sind die beiden Stadtkirchen St. Reinoldi und St. Petri. Von 14.30 bis 16 Uhr bietet die Vorsitzende des Freundinnenkreises St. Petri, Mechthild Schwarzenberger, mehrere 30-minütige Kirchenführungen an. Bei ihnen wird u.a. das „Goldene Wunder“, das über fünf Meter hohe Altarretabel, unter dem Aspekt von Herstellungsverfahren und Wirtschaftsmethoden betrachtet.
„Kunst des Wiederaufbaus – modernes Mittelalter“ heißt die kunsthistorische Führung, die Uwe Schrader von 14 bis 15 Uhr in St. Reinoldi anbietet. Hier gelang es unter der Leitung des Architekten Herwarth Schulte, den im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirchbau unter höchstem künstlerischen Anspruch und handwerklicher Präzision neu zu interpretieren und zugleich zu bewahren.
In der Ev. Kreuzkirche Berghofen (Fasanenweg 18) werden im Rahmen eines Konzerts, 15.30 bis 16.30 Uhr, Veränderungen und Umbrüche in der Kirche von ihrer Weihe 1930 bis heute erläutert.
Mitarbeitende der Gemeinde präsentieren in der Ev. Bartholomäuskirche, Theresenstraße 3 um 14 Uhr eine Kirchenfenster-Führung. „Der Weg Gottes mit dem Menschen durch die Zeit“ ist Thema der Fenster. Bis 18 Uhr zeigt eine Ausstellung die Geschichte der Kirche. Um 17 Uhr lädt die Gemeinde zum Konzert mit „Duo mélange“ (Querflöte und Marimba) ein.
In der Nicolaikirche, Lindemannstraße 70, „einem Vorzeigegebäude der Moderne“, so OB Sierau, endet der „Tag des offenen Denkmals“ mit seiner Abschlussveranstaltung. Ab 17 Uhr referiert Dr. Eva Dietrich von der LWL Denkmalpflege über die Dortmunder Kirchen der Nachkriegszeit, deren Denkmalwürdigkeit und Umnutzung.
Programm im reinoldiforum oder im Netz
Das vollständige Programm gibt es u.a. im reinoldiforum direkt an der Stadtkirche St. Reinoldi oder unter: