Tag des offenen Denkmals

Der Tag des offenen Denkmals wird seit 1993 von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz koordiniert. Er findet bundesweit am zweiten Sonntag im September statt und ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands. 

Hier die Kirchen in Dortmund und Lünen, die im Programm des Tags des Offenen Denkmal stehen:

Ev. Lutherkirche Asseln

Asselner Hellweg 118 a, 44319 Dortmund, 
Haltestelle: Am Hagedorn (direkt vor der Kirche)

Die Ev. Lutherkirche in Asseln verdankt ihren Beinamen „Perle am Hellweg“ der Tatsache, dass sie sich als eine der wenigen Kirchen im Dortmunder Raum heute noch in dem Zustand zeigt, wie sie 1906 eingeweiht wurde.
Seit Mitte des 11. Jahrhunderts wird auf dem Gelände der heutigen Lutherkirche christlicher Gottesdienst gefeiert, zuerst in einer hölzernen Kapelle und seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts in einer steinernen Kirche. Bedingt durch die neu geschaffenen Arbeitsplätze auf der Zeche Holstein stieg die Einwohner*innenzahl in Asseln bis zum Ende des 19. Jahrhunderts rapide an, sodass die ursprüngliche Kirche zu klein wurde und der Architekt Gustav Mucke aus Hagen mit dem Neubau einer kreuzförmigen Sakralkirche beauftragt wurde. In den Jahren 1904 bis 1906 entstand dann das neue Gotteshaus im Stil des Historismus. Der noch vorhandene spätromanische Turm sowie die frühgotische Kapelle wurden damals meisterhaft in den Neubau integriert und gaben den Stil für das äußere Erscheinungsbild der Kirche vor. Im Kircheninneren erwartet die Besucher*innen jedoch eine stilistische Überraschung.

Programm vor Ort am Sonntag

  • 12.00–17.00 Uhr
    Die Besucher*innen sind herzlich zur Besichtigung der Kirche und ihrer Schätze eingeladen.
    Mit einem spannenden Kirchenquiz entdecken sie den Kirchenraum und seine Besonderheiten und machen einen Spaziergang durch die Vergangenheit. Die Mitarbeitenden der Offenen Kirche sind zur Begleitung vor Ort und stehen für Fragen zur Verfügung.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich, Essen/Getränke erhältlich
Veranstalterin: „Gruppe Offene Kirche“ der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Asseln

Ev. St. Johann-Baptist-Kirche

Widumer Platz 1, 44339 Dortmund, Ortsteil: Brechten
Haltestelle: Brechten-Zentrum, Fußweg ca. 5 min

Die St. Johann-Baptist-Kirche als eine der am besten erhaltenen romanischen Dorfkirchen in Westfalen ist Mittelpunkt und Wahrzeichen eines sich wandelnden Stadtteils der modernen Großstadt Dortmund. So liegt die kleine Kirche mit ihrem vorangestellten Turm auf einer Anhöhe inmitten eines alten Baumbestandes, teils umgeben von historischen Bauten.
In der Kirche lassen sich vielfältige Zeugnisse verschiedener Epochen entdecken, nicht zuletzt die Darstellung des Jüngsten Gerichts, welche auf das 13. Jahrhundert zurückgeht. Das Deckengemälde war einige Zeit unter Farbschichten verborgen und wurde in den 1960er-Jahren erstmals freigelegt. Im Jahr 2015 wurde es dann von der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen erforscht.
Zwar ist die Kirche klein, doch ist sie dennoch ein „Monument“. Denn das gemalte Jüngste Gericht mit Christus als Weltenrichter und einem Teufel mit Gesichtern an Oberschenkel und Knie ist in seiner Art für Westfalen einzigartig und ein besonderes künstlerisches Werk.

Programm vor Ort am Sonntag

  • 12.00–16.00 Uhr
    Die Kirche ist für Besichtigungen geöffnet.
  • 11.00 Uhr
    Gottesdienst.
  • 13.00 und 15.00 Uhr
    Führungen mit Schwerpunkt „Romanische Freskenmalereien“ mit Mitarbeitenden des Teams „Offene Kirche“, Dauer ca. 45 min.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich
Veranstalterin: Ev. Kirchengemeinde Brechten

Ev. „Schlosskirche“ Bodelschwingh

Parkstraße 9, 44357 Dortmund, Ortsteil: Bodelschwingh
Haltestellen: Bodelschwingh, Fußweg ca. 1 min, Westerfilde, Fußweg ca. 18 min

Die Bodelschwingher Schlosskirche gilt als eine der schönsten Dorfkirchen im Dortmunder Raum. Die 1322 erbaute Kirche ist ein bedeutendes Kulturdenkmal in Bodelschwingh. Sie blickt auf eine 700-jährige bewegte Geschichte, die geprägt ist von Wandel und Beständigkeit, und ist deshalb ein historisches Zeugnis besonderer Art.
Zu den Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2022 gehörte ein Kolloquium der TU Dortmund. Als Fortsetzung des Jubiläums-Kolloquiums werden am Tag des offenen Denkmals weitere Vorträge neue Aspekte zur Vergangenheit und Gegenwart der Kirche zur Diskussion stellen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme nur an einzelnen Vorträgen ist möglich.

Programm vor Ort am Sonntag

  • 11.00–15.00 Uhr
    Die Kirche ist für Besichtigungen geöffnet.
  • 15.00-17.45 Uhr
    Öffentliches Kolloquium der Reihe „ars ecclesia“. Veranstalterinnen sind die Ev. Noah Kirchengemeinde und das Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft der TU Dortmund.
    Vorträge:
    • 15.00 Uhr
      Begrüßung durch Pfarrerin Stephanie Lüders und Prof. Dr. Barbara Welzel (TU Dortmund).
    • 15.2015 Uhr
      Prof. Dr. Esther Meier (TU Dortmund) „Die Kirche in Bodelschwingh: Ein sakraler Raum und seine Ausstattung“.
    • 16.2015 Uhr
      Prof. Dr. Esther Meier „Die Kanzel und ihr historischer Gebrauch im reformierten Kirchenraum“.
    • 17.00 Uhr
      Pfarrerin Stephanie Lüders „Die Kirche im Leben der Gemeinde und im europäischen Kontext“.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich
Veranstalter*innen: Förderkreis Evangelische Schlosskirche Bodelschwingh e. V., Ev. Noah-Kirchengemeinde, Seminar für Kunst und Kunstwissenschaft der TU Dortmund

Ev. Kirche St. Margareta

Eichlinghofer Straße 5, 44227 Dortmund, Ortsteil: Eichlinghofen
Haltestelle: Eichlinghofen, Fußweg ca. 5 min

Eingefriedet in einer Wallanlage und umrahmt von einem alten Baumbestand liegt die Kirche St. Margareta in Eichlinghofen. Sie kann auf eine jahrhundertalte Geschichte blicken. Erstmals im Jahr 804 erwähnt und ursprünglich eine karolingische Saalkapelle, wurde sie 1372 zur westfälischen Hallenkirche des frühen Typs erweitert.
Im Inneren der Kirche sind noch Elemente der vergangenen Jahrhunderte sichtbar: Im Chorbereich befinden sich im Stil der Nazarener Schule gestaltete, bleiverglaste Fenster aus dem Jahr 1846. Wegen der steigenden Zahl von Gemeindemitgliedern wurde der Kirchenbau in den Jahren 1898/99 durch ein Querschiff erweitert. Zugleich wurde die Orgel aus dem 17. Jahrhundert von der Apsis über dem Altar auf die Empore im Westen der Kirche verlegt. Die Gewölbe, die Orgel sowie die Verglasungen und Gedenktafeln sind Zeugnisse der Geschichte und haben die Jahre bis heute überdauert.

Programm vor Ort am Sonntag

  • 14.00–18.00 Uhr
    Die Kirche ist für Besichtigungen geöffnet.
    Auf Wunsch werden Führungen in der Kirche durchgeführt und Fragen der Besucher*innen zur Kirche selbst und zum Interieur durch Jürgen Hempel, ehrenamtlicher Mitarbeiter im Team „Offene Kirche“, beantwortet.
    In Einzelfällen ist auch ein Blick auf die Glocken und auf den Dachstuhl möglich.
    In einer Bildschleife werden Abbildungen der Kirche auf eine Wand projiziert.
    Die Kirchengemeinde lädt zum geselligen Kaffeetrinken mit Gebäck ein.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich, Essen/Getränke erhältlich
Veranstalterin: Ev. Kirchengemeinde Dortmund-Südwest

Ev. Stadtkirche St. Marien

Kleppingstraße 5, 44135 Dortmund, Ortsteil: City
Haltestelle: Reinoldikirche, Fußweg ca. 2 min

Die Evangelische Stadtkirche St. Marien ist die älteste erhaltene Innenstadtkirche Dortmunds. Sie wurde im 12. Jahrhundert errichtet und prägte mit ihrer monumentalen Zwillingsturm-Westfassade das Stadtbild. 1805 wurde der Nordturm wegen Baufälligkeit abgetragen. Bis heute ist die St. Marienkirche ein bedeutendes Monument für die Stadtgeschichte und ein Ort lebendigen Glaubens.
Über die Jahrhunderte haben Baumeister, Steinmetze und Künstler ihr Talent genutzt, um die Marienkirche zu errichten und auszustatten. In der Folgezeit haben Restauratoren und Restauratorinnen mit unterschiedlichsten Techniken für den Erhalt gewirkt. Diesen Talenten wird in zwei Führungen nachgespürt: einem intensiven Blick auf das Können der mittelalterlichen Baumeister folgt der Bericht einer Restauratorin, die verschiedene Kunstwerke der St. Marienkirche fachkundig restauriert hat.
Ein musikalisches Zwischenspiel macht das Talent des Musizierens hörbar – ein Denkmaltag für Talente.

Programm vor Ort am Sonntag

  • 10.00–11.2015 Uhr
    Gottesdienst mit Pfarrer Ingo Maxeiner und Septett an St. Marien, Leitung Gisela Schneider.
  • 11.30–15.00 Uhr
    Die Kirche ist für Besichtigungen geöffnet.
  • 12.00 Uhr
    Führung „Die Kunst der Baumeister“ mit Ursula Legeler, M.A., Dauer ca. 45 min.
  • 13.00 Uhr
    Orgelmusik mit Vinzenz Laarmann, Dauer ca. 30 min.
  • 13.45 Uhr
    Führung „Die Kunst des Restaurierens“ mit Dipl.-Rest. Anne-Sophie Hinnüber-Eysing, M.A., Dauer ca. 45 min.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich (es ist kein barrierefreies WC vorhanden), Musik
Veranstalterin: Stiftung Kulturgut und Kirchenmusik der Ev. St. Mariengemeinde, Dortmund

Ev. Paul-Gerhardt-Kirche

Markgrafenstraße 125, 44139 Dortmund, Ortsteil: Innenstadt-Ost
Haltestellen: Markgrafenstraße o. Polizeipräsidium, Fußweg ca. 7 min; Ruhrallee, Fußweg ca. 3 min

Die Paul-Gerhardt-Kirche ist eine von 48 Notkirchen, die der Architekt Otto Bartning (1883–1959) zwischen 1948 und 1950 in ganz Deutschland errichtete. „Talent“ im Sinne des diesjährigen Themas hat die Kirche, denn mit kleinen Abweichungen, Planänderungen und Umbauten entwickelte sie in Dortmund einen ganz eigenen Charakter.
Die Einfachheit des Gebäudes ermöglichte die Mitarbeit der Gemeindemitglieder beim Aufbau der neuen Kirche im Quartier. Ihnen gelang es, den erforderlichen Eigenanteil an Baumaterialien in den Zeiten der Mangelsituationen nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs zu beschaffen. Versteckt an einer Straße liegend, wirkt sie ohne städtebauliche Akzentuierung in ihre Umgebung hinein und bietet mit ihrer warmen Holzausstattung der Gemeinde eine Heimstatt.
Für die Zukunftsaufgaben der energetischen Optimierung und der Anpassung an den Klimawandel wird die Paul-Gerhardt-Kirche weitere Talente offenbaren.

Programm vor Ort am Sonntag

  • 10.00–11.00 Uhr
    Gottesdienst.
  • 11.00–16.00 Uhr
    Die Kirche ist für Besichtigungen geöffnet. Gemeindemitglieder informieren über die Geschichte der Kirche.
  • 15.00 Uhr
    Führung zur Baugeschichte der Kirche mit Prof. Dr. Wolfgang Sonne vom Lehrstuhl für Geschichte und Theorie der Architektur an der TU Dortmund, Dauer ca. 30 min.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich
Veranstalterin: Veranstalterin: Ev. Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde

Ev. St. Nicolai-Kirche

Lindemannstr. 72, 44139 Dortmund, Ortsteil: Kreuzviertel
Haltestelle: Kreuzstraße, Fußweg ca. 3 min

Als ein Monument inmitten der Stadt lässt sich der weiße, 60 Meter hohe Turm der St. Nicolai-Kirche im Kreuzviertel bezeichnen. Das in der Nacht weit in die Ferne leuchtende aufgesetzte Neonkreuz verdeutlicht die neue Richtung in der sakralen Architektur der 1920er-Jahre. Die „moderne Kirche in der Großstadt“, 1930 eingeweiht und entworfen nach den Plänen der Architekten Karl Pinno und Peter Grund, ist die erste Sichtbetonkirche Deutschlands.
Durch den Verzicht auf Zierrat und bestimmt durch klare Geometrien wurde die Kirche von so manchen missbilligend als „Fabrik“ bezeichnet. Neben der Verwendung von schalungsrauem Beton und Stahl dominieren im Innenraum die fast vollständig verglasten Seitenwände, die je nach Tageslichteinfall für ein imposantes Lichtspiel sorgen.
Durch Kriegseinwirkungen im Zweiten Weltkrieg wurde die ursprüngliche Verglasung der Künstlerin Elisabeth Coester zerstört und 1963 durch die Verglasung des Künstlers Hans Gottfried von Stockhausen gelungen ersetzt, die somit in diesem Jahr ihr 60. Jubiläum feiert.

Programm vor Ort am Sonntag

  • 10.00 Uhr
    Gottesdienst.
  • 11.00-17.00 Uhr
    Die Kirche ist für Besichtigungen geöffnet.
  • Je nach Bedarf
    Führungen zur Geschichte und Architektur der Kirche durch Mitglieder der Gemeinde.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich
Veranstalterin: Ev. St. Petri-Nicolai-Kirchengemeinde

Ev. Stadtkirche St. Petri und StadtPilgerTour

Westenhellweg 75, 44137 Dortmund, Ortsteil: City
Haltestelle: Kampstraße, Fußweg ca. 3 min

Zum diesjährigen Denkmaltag soll Sankt Petri nach 1,5-jähriger Innensanierung wieder geöffnet sein. Als eine der vier mittelalterlichen Stadtkirchen begrüßt sie die Menschen, die vom Bahnhof in die Innenstadt strömen.
1322 als gotische Hallenkirche erbaut, haben Erdbeben, Stürme und Blitzeinschläge im Laufe der Geschichte immer wieder Schäden an Turm, Mittelschiff und im Altarraum verursacht. Beim Luftangriff auf Dortmund am 23. Mai 1943 wurde St. Petri bis auf die Grundmauern zerstört. So ist aus der Entstehungszeit kaum etwas erhalten.
Von 1954 bis 1966 erfolgte der Wiederaufbau. Sehr bewusst wurde die Kirche im ursprünglichen gotischen Baustil wiederhergestellt. Seit dem Aufsatz eines neuen Turmhelms 1981 ist die Stadtkirche komplett und Teil der Dortmunder Stadtsilhouette.
Die aktuelle Innensanierung greift die spirituellen Gedanken der Gotik neu auf. Ohne das Geschick, Engagement und Talent der Bauleute wäre St. Petri nicht denkbar.

Programm vor Ort am Sonntag

  • 11.00 Uhr
    StadtPilgerTour mit Dr. Johanna Beate Lohff (Projektleitung StadtPilgerTouren und Kunsthistorikerin), Treffpunkt: am Turmeingang (gegenüber Petrikirchhof 7), Dauer ca. 1,5 Std.; Ende in der Kirche. Während des Pilgerwegs um die Kirche nehmen wir auch die unmittelbare Umgebung in den Blick.
  • 12.00–16.30 Uhr
    Für Besichtigungen geöffnet. Engagierte der Stadtkirchenarbeit erklären die neue Sankt Petri Kirche. Fotos zeigen die spektakulären Gerüstbauten und bieten Einblicke in das unverputzte Gewölbe. Die Neupositionierung der barocken Kanzelfiguren und das frisch gereinigte Antwerpener Altarretabel sind zu sehen.
  • 12.30 und 14.00 Uhr
    Führungen zur Sanierung und Geschichte von St. Petri, Dauer ca. 30 min.
    Spenden willkommen.

Merkmale: Besichtigung vor Ort barrierefrei zugänglich (es ist kein barrierefreies WC vorhanden)
Veranstalterinnen: Ev. Stadtkirche St. Petri und StadtPilgerTouren

Alte Kirche Wellinghofen

An der Kirche 1, 44265 Dortmund, Ortsteil: Wellinghofen
Haltestellen: Wellinghofen, Fußweg ca. 3 min; Limburger Postweg, Fußweg ca. 2 min

Die romanische Kirche hat eine reiche Geschichte: Aus dem 12. Jahrhundert stammend, wurde sie auf dem Fundament eines Vorgängerbaus aus dem 9. Jahrhundert errichtet.
Viele Talente schlummern in dieser Kirche, deren Spuren z. T. erst im Rahmen von Restaurierungsarbeiten in den Jahren 1977–79 entdeckt wurden. Dazu gehören die mittelalterliche Ausmalung der Kirche im Deckengewölbe sowie eine Freske, die das Bild eines Apostels zeigt, und die einst unter dem Fußboden des Turmraums verborgenen Grabsteine der Familie Romberg. Weitere Schätze dieses Bauwerks sind der mittelalterliche Taufstein (vor 1150), eine Bronzeglocke aus dem 13. Jahrhundert sowie die Orgel von Johann Georg Alberti aus dem Jahr 1709.
In den vergangenen Jahrzehnten wurden die uns anvertrauten historischen Talente um zeitgenössische ergänzt und durch den Kontrast in ein neues Licht gerückt. Dazu gehören die farblich diskreten Kirchenfenster von Wilhelm Buschulte, ein modernes Altarkreuz und ein kunstvoll geschmiedeter Fürbitt-Leuchter (beide 2012 angefertigt). Leider nagt der Zahn der Zeit an der Alten Kirche: Das Holzwerk im Turm, die Dachdeckung und die Turmfassade sind sanierungsbedürftig und umfangreiche Reparaturmaßnahmen sind nötig, um dieses Denkmal mit seinen Talenten zu erhalten.

Programm vor Ort am Sonntag

  • 12.00–17.00 Uhr
    Die Kirche ist für Besichtigungen geöffnet.
    Jeweils zur vollen Stunde: Führungen mit Schwerpunkt auf der Baugeschichte und dem Zusammenspiel zwischen alter und neuer Kunst in der Alten Kirche, durchgeführt durch Mitglieder des Arbeitskreises „Offene Kirche“, Dauer ca. 30 min, Treffpunkt: Eingang der Kirche.
    Spenden für die Restaurierung der Kirche sind willkommen.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich
Veranstalterin: Ev. Kirchengemeinde Wellinghofen

Johannes-Kirche

Wickeder Hellweg 80, 44319 Dortmund, Ortsteil: Wickede
Haltestelle: Eichwaldstraße, Fußweg ca. 1 min

Am Wickeder Hellweg lässt sich bei genauem Hinschauen ein besonderes Monument entdecken: Die Johannes-Kirche, direkt an der Straße gelegen, blickt auf eine lange Geschichte zurück. Ihre Entstehungszeit wird für die Zeit um 1220/1230 vermutet.
Der vorgelagerte Westturm und der Chor sind wahrscheinlich älter und stammen aus dem 12. Jahrhundert. Durch archäologische Funde lässt sich für Wickede zudem eine bereits sehr frühe Christianisierung belegen: Bei Ausgrabungsarbeiten Anfang der 1990er-Jahre wurde ein frühmittelalterlicher Friedhof gefunden, dessen Gräber auf eine Belegung vom 6. bis 9. Jahrhundert hinweisen.
In ihrem Inneren zeichnet sich die Kirche zum einen durch ihre Schlichtheit und zum anderen durch den Wechsel von Grünsandstein und gekalkten Wand- und Gewölbefeldern aus. Zahlreiche Nischen in Chor und Langhaus verweisen zudem daraufhin, dass hier bis zur Reformation mehrere Altäre sowie Reliquienbehälter aufgestellt waren.

Programm vor Ort am Sonntag

  • 11.30–16.00 Uhr
    Die Kirche ist für Besichtigungen geöffnet.
    Das historische Abendmahlgeschirr ist im Chorraum ausgestellt.
    Auf Info-Tafeln in der Kirche sowie in persönlichen Führungen mit Pfarrerin Kerstin Hanke wird über die Geschichte der Kirche informiert.

Merkmale: Besichtigung vor Ort, barrierefrei zugänglich
Veranstalterin: Ev. Kirchengemeinde Dortmund-Wickede

Eröffnung in St. Reinoldi

Die offizielle Eröffnungsveranstaltung der Stadt Dortmund ist am Samstagabend um 17 Uhr in der Ev. Stadtkirche St. Reinoldi. Teil der Eröffnung ist die Vernissage zu der Ausstellung KUNSTStein mit Kunstwerken aus Dortmunder Stadtmauersteinen. Diese stammen aus einem kleinen abgetragenen Bereich der mittelalterlichen Stadtmauer, die 2021 vor dem Baukunstarchiv freigelegt worden war. Hierzu hatten das Kulturbüro Dortmund und die Denkmalbehörde einen Kunstwettbewerb ausgelobt, deren Ergebnisse erstmals am 9. September zu sehen sind.

Samstag, 9. September

  • 17 Uhr
    Eröffnung der Ausstellung „KUNSTStein“

Die Ev. Stadtkirche St. Reinoldi ist Wahrzeichen, Stadtmitte, sakraler und zugleich kulturhistorischer Ort. Ihre vom Mittelalter bis in die Neuzeit reichende Baugeschichte zeugt von regionalen, europäischen, aber auch weit darüber hinaus reichenden Beziehungen und Einflüssen. Ihre kostbaren Ausstattungsstücke, wie die Skulpturen von Reinoldus und Kaiser Karl dem Großen, das Chorgestühl als Zeichen städtischer Repräsentation oder das aus den Niederlanden importierte Altarretabel, sind Spiegel europäischer Kulturgeschichte. Begeben Sie sich in einer Führung auf Spurensuche und folgen Sie dem diesjährigen Motto „Talent Monument“.

Programm am Sonntag, 10. September

  • 11.30 Uhr
    Gottesdienst
  • 13–14 Uhr
    Ausstellung der Werke des „KUNSTStein“-Wettbewerbs.
    Ansprechpartner*innen werden innerhalb des Ausstellungszeitraumes vor Ort sein
  • 13.30 und 14.30 Uhr
    Führungen „St. Reinoldi – Fenster der Stadtgeschichte“
    mit Kulturvermittler Uwe Schrader
  • 14–16.30 Uhr
    Turmaufgang – vom Reinoldikirchturm aus erwartet Sie ein beeindruckender Blick über die Stadt
    Spenden für die anstehende Restaurierung des Altarretabels sind willkommen
  • 17 Uhr
    Vive la musique – Barock bis Pop aus unserem Nachbarland Frankreich für Blech und für Orgel
    Bläserkreis an St. Reinoldi – Sigrid Raschke, Leitung | Manfred Grob, Orgel
  • www.sanktreinoldi.de 

Ev. Stadtkirche St. Georg, Lünen

Lünen, St.-Georg-Kirchplatz 1

Sie ist das älteste Gotteshaus in Lünen und gleichzeitig auch das älteste erhaltene Steingebäude der Stadt. Die Tafeln des spätgotischen Flügelaltars, eine Gemeinschaftsarbeit mehrerer Künstler aus der Schule des Meisters von Liesborn, zeigen Leben und Leiden Jesu von der Verkündigung bis zum Weltgericht. Der Chorraum wurde in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts ausgestattet. 

Programm und Informationen der Stadt Dortmund und zum Tag des Offenen Denkmals