Zu einer außergewöhnlichen Passions-Predigtreihe lädt die Evangelische Kirchengemeinde Dortmund-Brackel ein: Unter dem Titel „Tatort Golgatha“ fragen die Organisatoren „Wer ist schuld am Tod Jesu?“ und versprechen eine spannende Untersuchung des Falls.
Auch wenn diese Herangehensweise an die letzten Tage und Stunden Christi eher an einen Krimi erinnert, ist die Frage durchaus berechtigt: „Wenn man sie mehreren Leuten stellt, wird jeder eine andere Antwort haben“, sagt sie Diakon Morya Gnanko. „Schon als Theologie-Student hat mich das beschäftigt.“
Die Frage nach der Schuld ist immer vielschichtig: Sind die Eltern eines Serienmörders schuld an dessen Taten, weil sie den Sohn gezeugt haben? Ist Judas verantwortlich für Jesu Tod, weil er den Freund verraten hat? Oder Pontius Pilatus, der die Macht hatte, ihn zum Tode zu verurteilen, und diese auch genutzt hat? Die Pharisäer, die Jesus gezwungen haben, einen Fehler zu begehen? Oder gar Gott selbst, das alles bestimmt hat? Mögliche Thesen gibt es viele. Einigen davon gehen die Pfarrerinnen und Pfarrer in den vier Gottesdiensten nach. Und so, wie man am Ende des Krimis weiß, wer der Täter war, erhalten auch die Besucher eines jeden Gottesdienstes eine Antwort auf die Frage nach der Schuld.
„Tatort Golgatha“
Passions-Predigtreihe in Brackel zum Tod Jesu
- Die Gottesdienste finden jeweils
sonntags um 10 Uhr im
Arent-Rupe-Haus,
Flughafenstraße 7 in
Dortmund-Brackel.
Die Termine
- 18. Februar, mit Pfarrerin Astrid Sperlinger-Rachilin,
- 25. Februar, mit Pfarrer Ralf Lange-Sonntag,
- 3. März, mit Pfarrerin Sandra Sternke-Menne sowie
- 10. März, mit Diakon Morya Gnanko und dem Männertreff.