Dieses Jahr ist alles anders. Liebgewonnene Traditionen werden unterbrochen, Konzerterlebnisse unmöglich gemacht. Jahr für Jahr haben die traditionellen Konzerte des Dortmunder Bachchors mit dem „Weihnachtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach über 1000 Menschen in ihren Bann gezogen. Doch das „Jauchzet, frohlocket“ verstummt 2020, nicht nur in Dortmunds Stadtkirche St. Reinoldi.
„Gerade jetzt ist es wichtig, den Erhalt der Kulturlandschaft zu sichern, Solisten und Musiker zu unterstützen und mit dem Wenigen, was derzeit von Bund und Ländern erlaubt ist, kreativ umzugehen“, weiß der Dortmunder Bachchor. Er hat sich daher für ein Projekt starkgemacht, das Chorsänger*innen und Solo-Selbstständige gleichermaßen einbindet und dem Dortmunder Konzertpublikum als Video präsentiert wird.
Am 4. Advent erklingt um 18 Uhr digital ein „anderes“ Weihnachtsoratorium, das „Oratorio de Noël“ von Camille Saint-Saëns. In einer vorab aufgezeichneten Live-Aufnahme singen Giulia Montanari (Sopran), Dagmar Linde (Mezzo), Franziska Orendi (Alt), Ulrich Cordes (Tenor) und Jens Hamann (Bariton). Begleitet werden sie von Mitgliedern der Dortmunder Philharmoniker, die neue Chororgel kommt zum Einsatz. Der Dortmunder Bachchor wird später digital in die Aufzeichnung hinein geschnitten.
Möglich gemacht wird dieses Projekt vom Dortmunder Bachchor e. V. und der Stadtkirche St. Reinoldi, dem Kultusministerium des Landes NRW, dem Kulturamt der Stadt Dortmund, KlangVokal sowie dem großartigen Engagement der Firma MAIER SOUND DESIGN.
Der Link zum Video wird auf der Homepage des Bachchors zu finden sein. Es ist kostenlos zugänglich und bis zum 6. Januar 2021 online.
Der Bachchor bittet im Anschluss an das Video um eine Spende
- Dortmunder Bachchor
IBAN: DE86 4405 0199 0001 3235 98
Verwendungszweck: „WO 2020“.
„Tollite hostias“
- Sonntag, 20. Dezember
18 Uhr
www.dortmunder-bachchor.de