UNITED4RESCUE – Seenotrettung im Mittelmeer

23.10.2020

"UNITED4RESCUE – gemeinsam retten" ist der Name eines Aktionsbündnisses, das sich zum Ziel gesetzt hat, die zivile Seenotrettung im Mittelmeer zu unterstützen. Immer wieder geraten Männer, Frauen und Kinder auf der Flucht vor Krieg und Terror in ihren Heimatländern in Seenot. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat mit dem Bündnis ein eigenes Schiff ins Mittelmeer geschickt, um Flüchtlinge dort vor dem Ertrinken zu retten.
Auch der Evangelische Kirchenkreis Dortmund unterstützt das Aktionsbündnis. Er hat seine Gemeinden und alle ihre Mitglieder aufgefordert, sich der Unterstützung anzuschließen. Das ist möglich durch Spenden, im Gebet oder durch Weitergabe von Informationen über das Aktionsbündnis UNITED4RESCUE, seine Vorgehensweise und Ziele. Gleichzeitig weist der Kirchenkreis, wie schon zuvor die westfälische Landessynode, auf die Verantwortung von Staat und Politik hin, sich für eine humane Flüchtlingspolitik einzusetzen.
Die Initiative, ein eigenes Schiff zur Seenotrettung ins Mittelmeer zu senden, wurde insbesondere auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund intensiv diskutiert. Zusammen mit dem Ratsvorsitzenden der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, der Dortmunder Superintendentin Heike Proske und zahlreichen weiteren führenden Kirchenvertreter*innen hatten sich viele Kirchentagsgäste für das Engagement zur zivilen Seenotrettung eingesetzt.
Mittlerweile ist es gelungen, mit der ‚Sea-Watch 4‘ das Vorhaben in die Tat umzusetzen. Das Bündnis konnte das ehemalige Forschungsschiff erwerben und für seine neuen Aufgaben umrüsten.
Über die Initiative war im Juni dieses Jahres in der ARD eine Dokumentation zu sehen. Sie porträtiert das Engagement der EKD, mit dem zusätzlichen Rettungsschiff dazu beizutragen, dem Sterben im Mittelmeer ein Ende zu setzen.
Nachdem der Norddeutsche Rundfunk, der den Film für die ARD produziert hatte, mehrfach angefragt worden war, den Film für Gruppen und Gemeinden zur Verfügung zu stellen, ist das jetzt möglich. Die Sendung unter dem Titel „Wir schicken ein Schiff” kann kostenlos in Kirchengemeinden und Kirchenkreisen zu Veranstaltungen ohne kommerziellen Hintergrund gezeigt werden. Diese Regelung gilt bis zum 31. März 2021.
Wer Interesse hat, die eindrucksvolle Dokumentation im eigenen gemeindlichen Rahmen einzusetzen, kann sich unter Angabe des Namens der Kirchengemeinde an die Mailadresse info@ekd.de wenden.
Von dort gibt es anschließend eine kurze formale Information, in welcher Weise der Film gezeigt werden kann, sowie alle notwendigen Infos zum Download der Filmdatei.