Das Verhältnis zwischen Mensch, Tier und Schöpfung ist kompliziert. Schon in der Bibel ist die Rede davon – aber war mit „Machet euch die Erde untertan“ auch die Massentierhaltung gemeint? „Unsere Mitgeschöpfe haben eine Seele, so wie wir selbst“, ist Pfarrer Friedrich Laker überzeugt, der den Kirchentag Mensch – Tier – Schöpfung organisiert. Mit dem Schwerpunktthema „Vernetzte Welt – verletzte Welt“ findet er in diesem Jahr an drei Tagen in der Dortmunder Pauluskirche statt, von Freitag, 27., bis Sonntag, 29. September. Mit Themen von Tierschutz und Tierrecht, Biodiversität und Ernährung. In Vorträgen und Podiumsdiskussionen, Konzerten und Ausstellungen, Workshops und einen Markt mit Info-Ständen verschiedener Initiativen und Organisationen soll ergründet werden, warum es so wichtig ist, uns als Teil der Natur und der Ökosysteme der Erde zu verstehen und unser Verhalten entsprechend zu verändern.
Nach der Eröffnung am Freitag um 19 Uhr spricht Prof. Dr. Matthias Glaubrecht über „Das Ende der Evolution in einer vernetzten Welt – Der Mensch und das stille Sterben der Arten“.
Der Samstag beginnt um 11 Uhr unter dem Titel „Vernetztes Leben: Braucht es eine neue Sicht der Religionen auf die Welt?“ mit Impulsen aus Christentum und Islam und anschließendem (Streit)Gespräch mit Pfarrer Friedrich Laker. Weitere Themen sind „Argumente für eine neue Sicht der Tiere“ mit Pfarrer Bernd Kappes, ein Impuls zu einer „Theologie des Lebens“ (Pfr. Friedrich Laker), ein Gespräch auf dem Roten Sofa mit Bernd Kappes, Asmaa El Maroufu und Friedrich Laker (Moderation: Dr. Ulrich Seidel), das Handpuppentheater „Alles gehört zusammen“ vor Franziska Schubert mit anschließender Lesung sowie der Bildervortrag „Der leere Himmel einer verletzten Welt– über den dramatischen Verlust der Lebensvielfalt und wie wir ihn bremsen können“ mit Fotografin Valérie Wagner.
Um 16 Uhr folgt ein Online-Gespräch mit Künstler Hermann Weber, um 16.45 spricht der Filmemacher und Biologe Sebastian Koerner über „Wölfe in Deutschland – Das Zusammenleben in einer vernetzten Welt“ und zeigt Filmausschnitte.
Um „Laozi und der Wolf – Wölfe im Blickwinkel des Daoismus“ geht es in Vortrag und Performance von Karin und Jun Zhang um 18.45 Uhr.
Es folgt ein Gespräch mit Impulsen aus der christlichen Theologie mit Sandra und Friedrich Laker, der Abend endet mit einem Konzert mit Emaline Depalaix ab 20:30 Uhr.
Der Sonntag beginnt um 11 Uhr mit einem Gottesdienst mit Pfarrer Dr. Ulrich Seidel (1. Vorsitzender „Aktion Kirche und Tiere“ e. V.) und Musikerin Sabine Lindner, danach gibt es einen veganen Brunch im Kirchgarten.
Es folgen eine Sonntagsmatinee mit Klara vom Querenberg und Sabine Lindner sowie Tim Werners Vortrag über „Plant Based Treaty“.
Alessa Heuser vom Umweltamt Dortmund beantwortet die Frage „Wie steht es mit der Ernährungswende in Dortmund?“ und informiert über den Stand des kommunalen Handlungsfeldes. Es folgt ein Gespräch mit Ernährungsinitiativen.
Nach einer Videokonferenz mit dem Bündnis „Gemeinsam gegen Tierindustrie“ präsentieren um 16.30 Uhr Nicole Walther vom Tierschutzverein Düsseldorf und das Filmteam das Filmprojekt „Wildtier-Management statt Jagd“.
Nach einer Abschlussperformance und dem Segen ist das Ende für 17.30 Uhr geplant.
Veranstalter sind die Aktion Kirche und Tiere e. V. und Ev. Lydia-Kirchengemeinde Dortmund.
Im Veranstaltungszeitraum gibt es vor Ort vegane Speisen und Getränke. Der Ort: Pauluskirche Dortmund, Schützenstraße 35.
Kirchentag Mensch – Tier – Schöpfung
Schwerpunktthema „Vernetzte Welt – verletzte Welt“
- Pauluskirche,
Schützenstraße/Ecke Kirchstraße in der Nordstadt von
Freitag, 27., bis Sonntag, 29. September 2024.
Weitere Informationen gibt es auf
- www.mensch-tier-schöpfung.de, per Mail an
- info@mensch-tier-schöpfung.de und auf
- www.pauluskirche.net