Im Rahmen der seit 25 Jahren bestehenden Partnerschaft mit dem Kirchenkreis Choma in der United Church of Zambia gab es schon viele Besuche und Gegenbesuche. Auch im Oktober machte sich wieder eine Delegation des Kirchenkreises Dortmund auf den Weg nach Südafrika: Zehn Tage lang waren Partnerschaftskreis-Vorsitzende Sabine Breithaupt-Schlak, Günter Glöckner-Rohm, Larissa Möx, Heidrun Riedel, Justin Sathiskumar, Birgitt Schultz und Jutta Timpe unterwegs, um sich vor Ort mit den Partnerinnen und Partnern auszutauschen und die Projekte zu besuchen, die mit Spenden aus Dortmund, Lünen und Selm unterstützt werden: das Ausbildungszentrum Chodort und das Hausbau-Projekt dafür. Im Ausbildungszentrum werden Ausbildungsgänge angeboten, die jungen benachteiligten Menschen die Möglichkeit bieten, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Die staatlich zertifizierten Abschlüsse, die hier erworben werden können, zählen seit Jahren zu den landesweit besten in Sambia. So war es naheliegend, dass auch für den Bau der insgesamt 18 Wohnhäuser auf dem kircheneigenen Grundstück auf die Fertigkeiten der Auszubildenen zurückgegriffen wurde.
Reisebericht: In der Mitte der Schule steht der „Freedom tree“
„Vor der Hochzeit lernt jede junge Frau in Sambia, wie ein Huhn zu schlachten und zuzubereiten ist. Sie lernt dies von ihrer Mutter, Tante oder Großmutter. Wie selbstverständlich erzählt Mable davon. Mitte Oktober war eine Delegation des Kirchenkreises Dortmund zu Gast in Choma. 7 Menschen aus dem Kirchenkreis, sehr unterschiedlichen Alters, Haupt- und Ehrenamtliche, aus der Jugend, Kirchenmusik, Partnerschaftsgruppe und Studio 41, besuchten die Kirchengemeinde sowie Projekte in Choma und Umgebung. Während der Woche gab es sehr viel zu entdecken: In der Tischlerei in Choma machen mittlerweile auch Frauen eine Ausbildung und in der Kochklasse stehen Männer am Herd. Die Häuser sind fast fertiggestellt und die Nachfrage nach Anmietungen übersteigt die Zahl der Häuser bei weitem. Über die Mieteinnahmen können sowohl Gehälter der Lehrkräfte als auch Stipendien für die Auszubildenden finanziert werden. An einer Schule in einer ländlichen Gegend überzeugt die Direktorin mit der Aussage: to make everything from nothing. So hat sie es geschafft, neue Klassenräume zu bauen und einen Wasseranschluss zu legen. In der Mitte der Schule steht der ,Freedom tree‘. Die Lehrkräfte sind sehr motiviert und eine Schülerin antwortet auf Nachfrage, dass ihr an der Schule am besten das Lernen gefalle. Am Sonntag durften alle aus der Delegation sich an verschiedenen Orten am Gottesdienst beteiligen: mit Gebet, Musik, Predigt und Tanz. In den Gottesdiensten in Choma wird Inklusion gelebt. So wird z.B. für eine Übersetzung in Gebärdensprache gesorgt. Reich beschenkt an Lernerfahrungen und bereichert durch die Herzlichkeit der Freund*innen in Choma ging es über Lusaka und Dubai wieder zurück nach Dortmund. Am Ende waren sich alle einig: Wir sind weiter zusammen gewachsen.“
Spendenkonto
- Ev. Kirchenkreis Dortmund
Bank für Kirche und Diakonie eG
IBAN DE77 3506 0190 0099 9999 93
BIC GENODED1DKD
Verwendungszwecke:
Choma-Chodort
Choma-Hausbau
Bildzeile:
Im Ausbildungszentrum wurden die Gäste aus dem Partnerkreis Dortmund herzlich empfangen.<br>Foto: Heidrun Riedel