Weihnachten gemeinsam feiern

13.12.2019

Der Tisch ist festlich gedeckt, in diesem Jahr steht sogar ein Weihnachtsbaum da und nette Menschen sind eingeladen. Es hat etwas Familiäres, wenn in der Nordstadt „gemeinsam Weihnachten“ gefeiert wird. Ein Heiliger Abend für Nachbarn, mit leckerem Essen und kleinem Programm. Ökumenisch und fester Bestandteil des Lebens in der Nordstadt. Eine Feier fürs Herz.
„Die Weihnachtsfeier heißt bewusst ‚gemeinsam‘ und verzichtet auf das Wort ‚allein‘“, erklärt Pfarrerin Brigit Worms-Nigmann. „Der Name soll kein ‚armes-Würstchen-Image‘ verbreiten. Natürlich kommen viele Alleinstehende und natürlich ist das für viele Betroffene ambivalent. Aber es geht darum, gemeinsam einen schönen Abend zu verleben.“ Und tatsächlich kommen auch Paare oder sogar Familien zu diesem gemütlichen Heilig-Abend-Fest.
Seit über 30 Jahren gibt es dieses Angebot am Heiligen Abend. Veranstalter sind die katholische Kirchengemeinde Heilige Dreikönige und die evangelische Lydiagemeinde. Immer abwechselnd sind sie Gastgeber in einem ihrer Zentren. In diesem Jahr sind die Protestanten am Zug. Und weil das Markus-Zentrum zu klein für die Feier mit rund 60 Personen ist, werden am 24. Dezember die Tische im Wichernhaus, Stollenstraße 36, gedeckt. „Dort steht sogar ein Weihnachtsbaum“, erzählt die Seelsorgerin.
Die Feier beginnt stets um 18.30 Uhr. Vorher können die Gäste noch in die Kirche gehen – wo die Gottesdienste um 17 Uhr beginnen, ist auf dem eigens angefertigten Einladungsblatt vermerkt. Um 18.30 Uhr geht es dann mit einer Begrüßung und dem Essen weiter. „Danach gibt es immer noch ein kleines Programm mit Musik und Geschichten.“ Um 21 Uhr endet die Feier und alle gehen zufrieden nach Hause. Erfüllt von der außergewöhnlichen Atmosphäre des Abends.
„In einem solchen Rahmen die Geburt Christi zu feiern und die Weihnachtsfreude zu teilen, ist ganz im Sinne von Weihnachten. Gott kommt zur Welt, solidarisch zu den Menschen. In einer solch großen Runde dies zu feiern, ist ein besonderes Geschenk“, sagt Birgit Worms-Nigmann.
Die Feier ist beliebt. Aber es gibt einen kleinen Wermutstropfen, denn es wird immer schwerer ehrenamtliche Helfer und Helferinnen zu finden, die die Tische decken, den Abend begleiten und wieder aufräumen. „Wer mithelfen möchte, kann sich bei mir melden“, sagt Birgit Worms-Nigmann – Telefon: 0231 833435.
Übrigens: Eingeladen sind Menschen aus allen Teilen Dortmunds. Wer nicht aus der Nordstadt kommt, muss jedoch für die eigene Rückfahrt selbst sorgen. „Für die Nordstadt organisieren wir einen Fahrdienst, aber das können wir darüber hinaus nicht stemmen.“ Und noch etwas: Jeder, der mitfeiern möchte, muss sich anmelden, damit es auch genug zu essen gibt.

Anmeldungen bis zum 17. Dezember in den Gemeindebüros

  • Lydia, Telefon: 0231 835856 und
  • Heilige Dreikönige / St. Josephs, Telefon: 0231 81 40 69