Widerstand einst und jetzt (1934-2023)

02.03.2023

Am 16. März 1934 wurde in der Dortmunder Reinoldikirche die erste Bekenntnissynode Deutschlands gegründet, noch vor der Bekenntnissynode zu Barmen. Die Evangelische Kirche in der Region Westfalen grenzte sich damit öffentlich und deutlich vom NS-Staat ab. Die NS-treuen „Deutschen Christen“ versuchten nämlich an dem Tag, die Verfassung der Kirche zu ändern. Sie wollten die Synode, also das Kirchenparlament, entmachten, und das Führerprinzip auch in der evangelischen Kirche einzuführen.
Der Arbeitskreis Christ*innen gegen Rechtsextremismus gedenkt seit einigen Jahren der Gründung der ersten Bekenntnissynode, weil es auf die Wurzeln dessen heutigen Engagements gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus und für Demokratie und Toleranz verweist. Die Besetzung des Turms von St. Reinoldi 2016 (die Prozesse wurden soeben abgeschlossen) zeigt unselige Kontinuitäten und macht die Aufgabe heute deutlich.

Mahnwache

  • Donnerstag, 16. März, 17 – 18 Uhr,
    vor der St. Reinoldi-Kirche, Ostenhellweg 2
    44137 Dortmund

Programm

  • Geistlicher Impuls,
    Superintendentin Heike Proske
  • 16. März 1934 – eine Erinnerung,
    Matthias Dudde, Historiker
  • Erinnern heute,
    Markus Günnewig, Gedenkstätte Steinwache
  • Die Aufgabe der Kirche heute,
    Pfarrer Friedrich Stiller
  • Die Paul-Schneider-Ausstellung in Dortmund,
    Christian Höfener-Wolf
  • Gemeinsame Lieder, Wolfgang Meier-Barth, Kreiskantor
  • Moderation: Sabine Fleiter, Christ*innen gegen Rechtsextremismus