Das Team von „Hanna & Simeon – Seelsorge im Alter“ lädt zu einem facettenreichen Infotag ein und möchte dabei auch Ehrenamtliche werben. Der Evangelische Kirchenkreis Dortmund hat kürzlich die Finanzierung des erfolgreichen Projekts für die nächsten vier Jahre gesichert.
Im St. Josefinenstift in der Gartenstadt-Nord sitzt das Kern-Team von „Hanna und Simeon“ zusammen und informiert über den Thementag am 2. Februar. „Der Gottesdienst um 11 Uhr in der Kirche am Hellweg ist natürlich sowieso für alle – mit einem thematischen Schwerpunkt auf Altenarbeit“, sagt Pfarrer Ingo Maxeiner, der von Anfang an dabei ist und darüber hinaus schon seit vielen Jahren mit alten Menschen in unterschiedlichsten Einrichtungen im Gespräch ist. „Die weiteren Angebote richten sich an Menschen, die besonders am Thema Altenseelsorge interessiert sind.“ Der Pfarrer, der inzwischen im Ruhestand ist, hat mit seinem Team für den „Hanna & Simeon“-Tag auch einen Arzt eingeladen, der über Hör- und Verständnisprobleme von Hochbetagten referiert. Darüber hinaus gibt es Workshops zum Thema „Seelsorge im Alter“. Es geht um gemeinsames Musizieren und darum, dass auch Ehrenamtliche, die eine Gruppe betreuen, beten und segnen dürfen, was viele nicht wissen. „Unser Hanna & Simeon-Tag kann auch für Menschen interessant sein, die Angehörige betreuen oder Familienmitglieder haben, die unter Demenz leiden“, sagt Renate Fischer. Sie ist als Ehrenamtliche zuständig für Organisatorisches und hat diesbezüglich viel zu tun. Früher war sie Lehrerin.
„Hannah und Simeon“ unterstützt Ehrenamtliche und bietet ihnen Schulungen und qualifizierten Austausch miteinander. Die Mitwirkung ist auf unterschiedlichsten Ebenen möglich: Gottesdienstgestaltung, Musizieren, Seelsorge. Hanna & Simeon befähigt Ehrenamtliche auch dazu, Gottesdienste zu leiten, denn der Bedarf ist größer, als dass er von Pfarrerinnen und Pfarrern gedeckt werden könnte.
„Schon aufgrund der demografischen Entwicklung empfinde ich es als meine Aufgabe, als sog. Babyboomer, der jetzt im beruflichen Ruhestand ist, für die ältere Generation da zu sein.“ Ingo Maxeiner weiß, wie wichtig die Arbeit des Altenseelsorge-Teams ist. So sei es beispielsweise erwiesen, dass Menschen besser und tiefer schliefen, wenn sie am Vortag einen Gottesdienst besucht haben.
Heike Deimann, die das St. Josefinenstift leitet, ist dankbar, dass es Pfarrer Ingo Maxeiner und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter gibt: „Wir sind froh, dass wir ‚Hanna & Simeon‘ haben“, sagt sie. „Sie organisieren ja beispielsweise auch besondere Gottesdienste, wie Demenz-Gottesdienste. Das ist überaus wertvoll. Darauf möchte ich –für unsere Bewohnerinnen und Bewohner- nicht mehr verzichten.“
Bei „Hanna & Simeon“ wird die Ökumene groß geschrieben. Das Team – mit über 20 Mitarbeitenden – ist in vielen Einrichtungen tätig. Evangelischen und katholischen, wie eben dem St. Josefinenstift. Und so ist auch Sylvia Wenk, die Seelsorgerische Begleitung in der Einrichtung, Teil des Teams. „Wir möchten noch mehr Mitmenschen für die Idee begeistern, dass das Evangelium in die Alteneinrichtungen getragen wird. Es ist eine sinnstiftende Arbeit, die darüber hinaus auch noch Spaß macht.“
Zum Namen (ganz verkürzt gesagt): Hanna und Simeon waren im Alten Testament zwei Menschen, die in Frieden sterben konnten, weil sie Gott gesehen haben.
Zum Hanna & Simeon-Tag am 2. Februar
- 10 Uhr: „Seelsorge, hören und verstehen im Alter“, mit Dr. med. Horst Luckhaupt im Arent-Rupe-Haus, Flughafenstraße 7, DO-Brackel
- 11 Uhr: Gottesdienst in der Kirche am Hellweg, Brackeler Hellweg 140 / Danach gibt es einen Imbiss.
- 13 – 13.45 Workshops im Arent-Rupe-Haus, Flughafenstraße 7, Dortmund-Brackel:
- „Ich kann doch nicht einfach beten und segnen!“, mit Pfarrerin Birgit Steinhauer
- „Gemeinsames Singen – Seelsorge im Klangkörper“, mit Gisela Schneider, Chorleiterin und Gesangsdozentin
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos.
Weitere Informationen:
anhe