In der Dortmunder Stadtkirche St. Reinoldi gibt es am Donnerstag, 27. Februar, von 19 bis 20.30 Uhr eine Veranstaltung zum Thema „Antijudaismus bei Bach?“.
Die Chorszenen aus Passionsvertonungen von Johann Sebastian Bach gehen unter die Haut und verstärken antijüdische Narrative der christlichen Tradition. Kirchenmusik ist Verkündigung. Können wir alte Musik aufführen, deren Inhalt konträr zu den theologischen Erkenntnissen, Beschlüssen und Handlungsoptionen der heutigen Kirchen stehen? Wie gelingt eine Aktualisierung der Stücke? Welche Verantwortung haben wir heutigen Ausführenden und Zuhörenden gegenüber? Christa Kirschbaum war Landeskirchenmusikdirektorin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Der Vortrag zum Umgang mit dem problematischen kirchenmusikalischen Erbe wird durch gemeinsam gesungene Verfremdungen eines vierstimmigen Chorals aus der „Johannes-Passion“ gegliedert.
Eine Kooperation der Ev. Stadtkirche Sankt Reinoldi, der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), des Institut für Aus-, Fort- und Weiterbildung der EKvW (Fachbereich Gottesdienst und Kirchenmusik), des Westfälischen Kirchenmusikwerkes und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e. V.
„Antijudaismus bei Bach?“
- Donnerstag, 27. Februar,
von 19 bis 20.30 Uhr,
Ev. Stadtkirche St. Reinoldi.