02.06.2023

Nacht der Religionen und Kulturen beeindruckte mit Musikprogramm

Es war bereits die 16. „Nacht der Religionen und Kulturen“, die alljährlich am Abend des Pfingstsonntags von der Lydia-Kirchengemeinde in der Pauluskirche Dortmund veranstaltet wird.

Das in NRW einmalige Veranstaltungsformat enthält neben Live-Musik auch Gespräche mit Vertreter*innen verschiedener Religionen und Dialoginitiativen in Dortmund. Markenzeichen der „Nacht“ ist seit Beginn die „Himmelssäule“ der Weltreligionen des Künstlers und Lichtmalers Leo  Lebendig. Ein Kunstwerk, das sich 16 Meter hoch bis zur Kirchendecke erstreckt.

In diesem Jahr erlebten 200 Besucher*innen am 28. Mai vier Live-Bands auf der Bühne der Pauluskirche. Während der beeindruckende Klangteppich des Bielefelder Oona Kastner-Ensembles mit Orgel, E-Gitarre und Saxophon im „Basic Prayer“ für einige doch gewöhnungsbedürftig war, brillierten im Anschluss drei sehr unterschiedliche interkulturelle Bands. Das Konzert von „Peace on Earth“ bot eine Kombination klassischer westlicher und indischer Musik mit Violine (Rita Nakad, Syrien/Venezuela), Bansuri-Flöte (Dinesh Mishra, Indien) und Klavier (Marko Mrjda, Serbien). „The Sephardics“, u. a. mit Manuela Weichenrieder (Gesang, Klavier) und Ludger Schmidt (Cello)  kombinierten wiederum in exzellenter Weise freien kraftvollen Jazz-Rock mit der Sprache und Kultur der Sepharden, ursprünglich aus Spanien in die Türkei ausgewanderte Jüdinnen und Juden.

Star des späten Abends bis kurz nach Mitternacht war anschließend der indische Sitarspieler Imran  Khan, der mit seinem Kollegen Shahid Husain Kawa (Tabla) und den Deutschen Jens  Pollheide (Bass-Gitarre, Ney-Flöte) und Christian Hammer (Gitarre) eine großartige Fusion original-indischer Musik und bestem westlichem Jazz präsentierte. In mehreren Veranstaltungspausen gab es Zeit für Begegnung und Austausch im Kirchgarten, in dem die Besucher*innen von der Alevitischen Gemeinde Dortmund mit leckeren traditionellen Speisen versorgt wurden.  

Friedrich Laker